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Jemen: USA hilft Saudi-Arabien nicht mehr bei Luftbetankung aber Aufbau jemenitischer Streitkräfte

 Jemen: USA hilft Saudi-Arabien nicht mehr bei Luftbetankung aber Aufbau jemenitischer Streitkräfte
US-Verteidigungsminister James Mattis (L) und Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammad Bin Salman gehen im März noch geschlossen ins Pentagon (22. März 2018).
Die von Saudi-Arabien geführte Koalition, die im Jemen kämpft, kündigte an, ihre Flugzeuge künftig selbst zu betanken und beendet damit einen Teil der umstrittenen Zusammenarbeit mit dem US-Militär. Die USA wollen dennoch ihren Teil in der Koalition beitragen.

Die von Saudi-Arabien geführte Koalition kündigte an, sie habe die Einstellung der Unterstützung der Vereinigten Staaten bei der Luftbetankung angefordert.

Wie die saudische Presseagentur am Samstag in einer Presseerklärung mitteilte, sei die von Saudi-Arabien geführte Koalition in der Lage, ihre Kapazitäten für das Betanken ihrer Flugzeuge zu "erhöhen" und werde dies in Zukunft unabhängig durchführen.

Kürzlich haben das Königreich und die Koalition ihre Fähigkeit, das Betanken in der Luft im Jemen selbstständig durchzuführen, erweitert. Infolgedessen hat die Koalition in Absprache mit den Vereinigten Staaten die Einstellung der Unterstützung beim Betanken in der Luft für ihre Operationen im Jemen gefordert.

US-Verteidigungsminister Jim Mattis bestätigte, dass die Entscheidung in Absprache mit der US-Regierung getroffen wurde. Damit wird ein Schlüsselelement der Mitwirkung Washingtons im Jemen-Konflikt beendet.

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Nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press unter Berufung auf Aussagen von US-Beamten würden saudische Streitkräfte nun etwa 80 Prozent der Betankungsvorgänge abwickeln.

Im August warnte Mattis, dass die Unterstützung der USA für die Koalition "nicht bedingungslos" sei, und forderte sie auf, "alles Menschenmögliche zu tun, um jeden Verlust von unschuldigen Menschenleben zu vermeiden".

Jedoch sagte Mattis, dass die USA im Jemen weiterhin eine Rolle bei der Unterstützung der Koalitionstruppen "zur Minimierung der zivilen Opfer und zur Ausweitung der humanitären Bemühungen" spielen sollten. Das solle mit dem Aufbau der Streitkräfte geschehen.

Die USA und die Koalition planen eine Zusammenarbeit beim Aufbau legitimer jemenitischer Streitkräfte, um das jemenitische Volk zu verteidigen, die Grenzen des Landes zu sichern und dazu beizutragen, den Bemühungen von al-Qaida und des IS im Jemen und in der Region zu begegnen", sagte Mattis. 

Der Widerstand gegen die Zusammenarbeit mit der saudischen Koalition im Jemen hatte sich nach der grausamen Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul verstärkt.

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Der Koalition wird weiterhin vorgeworfen, die größte humanitäre Katastrophe der Gegenwart nicht nur durch die regelmäßige Bombardierung ziviler Ziele wie Krankenhäuser, Wasserinfrastruktur, Hochzeitsfeiern oder ähnliches zu verschlimmern, sondern durch die Blockade des wichtigsten Versorgungshafens Hodeidah das Aushungern der Bevölkerung bewusst in Kauf zu nehmen.
Nach Angaben der Vereinten Nationen sind rund 14 Millionen Jemeniten - die Hälfte der Bevölkerung des Landes - für ihr Überleben auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, und mehr als 400.000 Kinder leiden derzeit unter schwerer Unterernährung. Die Zerstörung der zivilen Infrastruktur hat die Ausweitung der schlimmsten Cholera-Epidemie in der Geschichte verursacht. Die von Saudi-Arabien geführte Blockade der Hafenstadt Hodeidah droht die Situation zu verschlimmern, da diese Ausgangspunkt für den Großteil der Nahrungsmittel- und Medikamentenversorgung des Landes ist. Zehntausende von Zivilisten sind sowohl an den Folgen von Luftangriffen als auch an Hunger und Krankheiten bereits gestorben.

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