Korea-Konflikt: Lawrow fliegt nach Pjöngjang

Korea-Konflikt: Lawrow fliegt nach Pjöngjang
Der russische Außenminister Sergei Lawrow soll am Donnerstag nach Nordkorea fliegen, um die Lage auf der Halbinsel zu besprechen. Letzte Woche hatte Pjöngjang seine Testanlage für Atomwaffen stillgelegt.

Der russische Spitzendiplomat soll seinen nordkoreanischen Amtskollegen treffen, um die bilateralen Beziehungen und dringende Fragen der internationalen Politik zu besprechen. Das hat das russische Außenministerium bekannt gegeben.

Nordkoreanische Fluggesellschaft Air Koryo, Peking, 24. Juli 2013.

Im April hatte der nordkoreanische Außenminister Ri Yong-ho Moskau besucht. Dort traf er sich mit Lawrow. Der russische Außenminister bestätigte damals, dass er eine Einladung nach Pjöngjang annahm.

Erst vor Kurzem hatte Nordkorea seine Testanlage für nukleare Sprengköpfe vor den Augen westlicher Journalisten abgebaut. Dieser Schritt, den Nordkorea nach einem Treffen im April zwischen dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un und dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in verkündete, sollte den Willen Pjöngjangs zur atomaren Entwaffnung bekunden.

Nur wenige Stunden nach dem Abbau der nordkoreanischen Testanlage verkündete jedoch US-Präsident Donald Trump seine Absage an das geplante Spitzentreffen zwischen ihm und Kim Jong-un. Er berief sich dabei auf die "ungemeine Wut und offene Feindschaft" Pjöngjangs.

Später erklärten die Vereinigten Staaten, die in ihrer Nordkoreapolitik eine ganze Reihe von Kehrtwenden vollzogen hat, dass das Treffen nicht ganz vom Tisch ist. Nur einen Tag nach seiner Absage bestätigte Trump, dass der stellvertretende Staatschef Nordkoreas, Kim Yong-chol, in die Vereinigte Staaten reisen werde, um über das Treffen zwischen Kim und Trump zu beraten.

Der russische Präsident Wladimir Putin äußerte sein Bedauern darüber, dass Trump das Treffen abgesagt hatte, obwohl Pjöngjang alle seine Versprechen - so Putin - einlöste. 

Kim sprengte sogar die Tunnel und Minen auf dem Testgelände - und danach erfuhren wir von der Absage des Treffens durch den US-Präsidenten", erklärte Putin.

Mitte Mai wurden hochrangige Gespräche zwischen Süd- und Nordkorea durch Pjöngjang abgebrochen, weil Südkorea zusammen mit den Vereinigten Staaten trotz der diplomatischen Annäherungsversuche Militärmanöver durchführte. Nordkorea zufolge sind die Manöver eine reine Provokation und eine Probe für eine Invasion.

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