Ex-Geheimdienstchef aus Nordkorea auf dem Weg nach Washington

Ex-Geheimdienstchef aus Nordkorea auf dem Weg nach Washington
Nordkoreanische Fluggesellschaft Air Koryo, Peking, 24. Juli 2013.
Der ehemalige Geheimdienstchef Kim Yong-chol ist zu Vorbereitungen einer Zusammenkunft zwischen Kim Jong-un und Donald Trump nach Washington gereist. Nach der kürzlichen Absage soll das historische Treffen in Singapur am 12. Juni womöglich doch stattfinden.

Kim Yong-chol, ehemaliger Geheimdienstchef Nordkoreas und derzeitiger stellvertretender Vorsitzender des Zentralkomitees von Nordkoreas Arbeiterpartei, ist über Peking nach Washington geflogen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Der Korea Herald zitierte eine nordkoreanische Quelle mit einer Aussage vom Montag: 

Es ist mir bekannt, dass Vizechef Kim Yong-chol in Peking eingetroffen ist, er wird am Flughafen Gespräche mit chinesischen Vertretern führen und morgen in die USA reisen. 

Howard, ein australisch-chinesischer Komiker, posiert als Kim Jong-un mit einer Durian-Frucht, Singapur, 27. Mai 2018.

Sein Besuch in Washington wurde erwartet, nachdem US-Außenminister Mike Pompeo seinerseits zu Gast in Nordkorea war, um das weitere Vorgehen in der atomaren Abrüstung Nordkoreas zu besprechen. Kim Yong-chol steht bei den Südkoreanern in der Kritik. Er wird für Torpedo-Angriffe im Jahre 2010 verantwortlich gemacht, bei denen 46 Südkoreaner ums Leben kamen. 

Zunächst hatte es vonseiten des US-Präsidenten Donald Trump in der Vorwoche noch geheißen, dass es nicht zu dem geplanten Gipfel am 12. Juni in Singapur kommen werde. Die USA befürchteten ein kalkuliertes Scheiternlassen der Gespräche vonseiten des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong-un. Nordkorea hatte verlauten lassen, dass es an seinem Zeitplan zur atomaren Abrüstung festhalten wird. Von den USA erwartet die Regierung Pjöngjangs im Gegenzug eine Nicht-Angriffsgarantie und eine Garantie der Souveränität Nordkoreas. Donald Trump verfolgt eine, nach seinen eigenen Worten, "Strategie des größtmöglichen Drucks", welche in die Entnuklearisierung münden soll. 

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