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"Black Hawk Down" in Afghanistan: Neuer US-Kommandant zum Kampf gegen den Terror auserkoren

"Black Hawk Down" in Afghanistan: Neuer US-Kommandant zum Kampf gegen den Terror auserkoren
US-General John Nicholson, Kommandant der US-Truppen in Afghanistan, Provinz Logar, Afghanistan, 30. November 2017.
US-Präsident Donald Trump hatte entschieden, 4.000 weitere Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Generalleutnant Scott Miller, erfahrener Leiter klandestiner Operationen gegen Terroristen und bekannt durch den Film "Black Hawk Down", soll sie führen.

Generalleutnant Scott Miller wird der neunte kommandierende US-General im mittlerweile schon 17 Jahre währenden Krieg in Afghanistan und der erste, den Donald Trump ernannt hat. Damit wird er John Nicholson beerben. Miller verfügt über militärische Erfahrungen in Somalia, in Afghanistan und im Irak. Bekannt wurde Miller durch den Kampf um Mogadischu 1993. Im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen dort operierende Milizen kamen 1.000 Somalier und 19 US-Amerikaner ums Leben. Hierzu entstanden auch ein Buch und ein Film unter dem Titel "Black Hawk Down", verfilmt durch Ridley Scott. Miller erhielt für seinen Kampf in Mogadischu den "Bronzenen Stern" mit einem V für Heldenmut (valor).  

John Nicholson beendet mit dieser Personalrochade seine zweijährige Amtszeit als Kommandant in Afghanistan. 

Offiziell bestätigte das Pentagon den Personalwechsel bislang nicht. Ein Vertreter des Militärs sagte: 

Wir erwarten eine Ankündigung. 

Die Taliban kontrollieren derzeit rund 14 Prozent des Landes, 30 Prozent des afghanischen Gebiets gelten als umkämpft. Die Zahl der zivilen Opfer im Afghanistan-Krieg erreichte auch im ersten Quartal des Jahres 2018 eine Rekordhöhe mit 2.250 Menschen. Seit dem Beginn des Krieges wurden auch mehr als 2.400 US-Soldaten getötet. Die Selbstmordattentate werden immer folgenschwerer.

Zunächst hatte Donald Trump im Umfeld seines Amtsantrittes angekündigt, Truppen abzuziehen, entschied sich aber nach Rücksprache mit Militärs entgegen seinen vorhergehenden Aussagen für eine Truppenaufstockung um 4.000 weitere Soldaten im Kampf gegen die Taliban. Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hatte seinerseits versucht, den radikal-islamischen Milizen ein Friedensangebot zu unterbreiten und ihnen politische Amnestie angeboten. Daraufhin aber verschärften die Taliban ihren Kampf. 

Am Dienstagabend fand unterdessen erneut ein Abschiebeflug aus Deutschland nach Afghanistan statt. Seit 2016 schob die Bundesregierung 220 Menschen in das noch nicht vollständig befriedete Land ab. Die Taliban haben mit einer Frühjahrsoffensive begonnen, bei der mindestens 40 Menschen getötet wurden. In Kandahar starben 20 Menschen durch Sprengsätze. Seit Januar, so stellte die UNO fest, wurden 108.000 Menschen aufgrund der Kämpfe vertrieben. Auch der Islamische Staat versucht sich in Afghanistan auszubreiten und rief Sympathisanten dazu auf, nach Afghanistan zu kommen. 

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