Studie untersucht Möglichkeit des Ausbruchs eines Dritten Weltkriegs

Studie untersucht Möglichkeit des Ausbruchs eines Dritten Weltkriegs
Ein Junge betrachtet ein Bild des zerstörten Hiroshima nach dem Abwurf der Atombombe "Little Boy".
Langanhaltender Friede oder Dritter Weltkrieg? Von regionalen Konflikten abgesehen, liegt der Ausbruch des letzten Weltkriegs mehr als 70 Jahre zurück. Analysten sind sich uneins über die Friedfertigkeit der Menschheit, auch eine neue Studie ist vorsichtig.

Kriegsexperten bezeichnen unser derzeitige Ära als langanhaltende Friedensphase. Eine neue Studie untersucht diese Behauptung und kommt zu dem Ergebnis, dass es weiterer 100 Jahre bedarf, um eine belastbare Aussage darüber treffen zu können, ob die Menschheit wirklich friedfertiger geworden ist. 

Aaron Clauset von der Universität Colorado untersuchte die Möglichkeit einer friedliche Zukunft in einer Untersuchung mit dem Titel "The Correlates of War Project". Dieser liegen Kriegs-Daten von 1823 bis 2003 zu Grunde. Ausgenommen von den Daten sind Terrorangriffe und Bürgerkriege wie auch der Irak-, der Jemen- und der Syrien-Krieg. Er beleuchtete die globale Situation vor und nach einem wesentlichen Konflikt. Clauset kam zu dem Ergebnis, dass längere Zeitspannen des Friedens ohne einen großen Krieg nicht ungewöhnlich sind, dass sich dies aber jederzeit ändern kann:

Eine lange Friedensphase müsste wenigstens für 100 bis 150 Jahre anhalten, bevor man diese als wahren Trend bezeichnen kann. Die historischen Muster des Krieges scheinen zu implizieren, dass der lange Friede wesentlich fragiler ist als Befürworter glauben und dies trotz jüngster Versuche, Mechanismen zu identifizieren, die die Wahrscheinlichkeit von zwischenstaatlichen Kriegen belegen. 

Bereit zum atomaren Erstschlag gegen China...

Clauset legte in seiner Studie fest, dass ein großer Konflikt, um als solcher zu gelten, eine Anzahl an Kriegsopfern im oberen Quartil jener der Kriege der letzten zwei Jahrhunderte aufweisen muss. In Zahlen: mehr als 26.625 Todesopfer. Laut seinem Rechenmodell stellte der Zweite Weltkrieg keine Anomalie dar. Auch sind Dekaden des Friedens ohne großen Krieg nicht ungewöhnlich. 

Rahul Oka, der an der Studie mitarbeitete, teilte dem Wissenschaftsmagazin Science Mag mit: 

Der so genannte lange Friedenstrend könnte nicht so lang und kein Trend sein. Dies ist der erste Schritt für diese Art von Wissenschaft. 

Clauset nutzte sein Rechenmodell auch, um vorauszusagen, wann der Untergang der Menschheit bevorstehen könnte. Er kam zu dem Ergebnis, dass dies in einem Zeitraum zwischen 383 und 11.489 Jahren der Fall sein werde. 

Das Interesse am Frieden in Bezug auf Syrien scheint gering: