Russischer Regierungssprecher: Putins Gespräche mit Merkel sehr produktiv, mit Obama weniger

Russischer Regierungssprecher: Putins Gespräche mit Merkel sehr produktiv, mit Obama weniger
Bisher noch als Persona non grata gebrandmarkt, hat Putin nun auf dem G20-Gipfel in Antalya einen vollen Terminkalender. Er traf sich mit mehreren Regierungschefs, darunter auch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem englischen Premierminister David Cameron, dem saudischen König Salman und dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama.

Nach den Anschlägen in Paris zeigt sich, dass Europa und die USA alleine keine Lösung für internationale Probleme und Konflikte erreichen können. Flüchtlingskrise, Syrienkonflikt, Weltwirtschaftskrise, Ukraine-Konflikt, Terrorismus – all das sind Ereignisse, die nicht nur die EU tangieren.

Hier sind auch die Interessen anderer Länder betroffen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass nun, da es offensichtlich ist, dass Europa alleine überfordert ist, auch Russland wieder als Verhandlungspartner mit ins Boot geholt wird. Bisher noch als Persona non grata gebrandmarkt, hat Putin nun auf dem G20-Gipfel in Antalya einen vollen Terminkalender. Hier traf er sich mit mehreren Regierungschefs, darunter auch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem englischen Premierminister David Cameron, dem saudischen König Salman und dem amerikanischen Präsidenten Barak Obama.

Nach Angaben des Pressesprechers der Russischen Föderation Dmitri Peskow waren der Kampf gegen den Terrorismus, Syrien und die Ukraine, genauso wie das Assoziationsabkommen Kiews und der EU Gesprächsthema zwischen Merkel und Putin. „Die Gespräche mit Merkel waren sehr produktiv – die Bekämpfung des Terrorismus, Ukraine – das waren die Themen, welche im Besonderen behandelt wurden“, so Peskow. Hierbei bemerkte er, dass bezüglich der Ukraine immer noch keine Einigung erzielt wurde. So werden die wirtschaftlichen Interessen Russlands weiterhin nicht wahrgenommen.

Auch mit Cameron hat sich Putin am Rande des Gipfels getroffen und sich gemeinsam für ein Vorgehen gegen den Terrorismus ausgesprochen.  „Wir treffen uns nach den grausamen tragischen Ereignissen in Paris und wie Sie schon sagten, wir müssen gemeinsam gegen den Terrorismus kämpfen“, sagte Cameron an Putin gewandt. Man sei sich auch bei der Frage um ein Syrien mit oder ohne Assad nähergekommen.

Das Vieraugengespräch zwischen dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama und Putin soll hingegen, nach Angaben von Peskow, weniger produktiv gewesen sein:

„Es wäre unrealistisch zu erwarten, dass das 20 Minuten lange Treffen einen Umbruch in den bilateralen Beziehungen bewirkt“.

Egal welchen Weg Europa nach den Anschlägen in Paris einschlagen wird – ohne Russland geht es nicht mehr.