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Die Vereinigten Arabischen Emirate im Karikatur-Streit auf Macrons Seite

Die Vereinigten Arabischen Emirate im Karikatur-Streit auf Macrons Seite
Der Staatsminister für Auswärtiges der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bei einem Vorbereitungstreffen des Golf-Kooperationsrates in Jiddah, 29. Mai 2019.
Die Vereinigten Arabischen Emirate stärken im Konflikt um die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen, Meinungsfreiheit und Integration der Muslime Macron den Rücken. Der französische Staatspräsident wolle die Muslime im Westen nicht isolieren, so der Staatsminister Anwar Gargasch.

Im Streit um die Meinungsfreiheit und den Islamismus unterstützten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) den Standpunkt des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Der Staatsminister der VAE für Auswärtiges, Anwar Gargasch, erklärte am Montag der Welt:

Als Muslim fühle ich mich durch bestimmte Karikaturen beleidigt. Aber als denkender Mensch sehe ich die Politik, die rund um dieses Thema betrieben wird.

In der Türkei und anderen islamisch geprägten Ländern hatte Macron Empörung ausgelöst, weil er bekräftigte, dass religionskritische Karikaturen von der Meinungsfreiheit gedeckt seien. Anlass war die Ermordung eines französischen Lehrers gewesen, der im Unterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte und danach von einem mutmaßlichen Islamisten enthauptet worden war.

Dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan andererseits warf Gargasch Manipulation vor. Gargasch sagte, Erdoğan manipuliere das Thema, denn er wolle der Anführer des sunnitischen Islams werden. "In Wahrheit ist das ein politisches Projekt, kein theologisches." Erdoğan verbreite "die Ideologie der Muslimbrüder" und wolle das Osmanische Reich wieder errichten.

Wie Iran betreibt er eine imperialistische Politik, und das ist eine der Hauptgefahren in der Region", sagte Gargasch.

Er verwies dabei auf die türkischen Militärinterventionen im Irak, in Syrien und Libyen. "Und überall expandiert die Türkei zulasten der Araber", führt Gargash weiter aus. Er wies die Anschuldigungen gegen den französischen Präsidenten zurück, er würde danach streben, Muslime auszuschließen.

Die Muslime müssen aufmerksam zuhören, was Macron in seiner Rede gesagt hat. Er will die Muslime im Westen nicht isolieren, und er hat völlig recht.

Muslime bedürften einer besseren Integration, so Gargasch. Der französische Staat habe das Recht, nach Wegen zu suchen, um dies zu erreichen, während er Extremismus und sozialen Ausschluss bekämpfe.  

Gargasch appellierte an die Muslime, Macrons Standpunkt der Integration der Muslime zu akzeptieren.

Symbolbild: Proteste gegen die Politik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Kalkutta, Indien, 31. Oktober 2020.

Emmanuel Macrons hatte in seiner Rede einen "Separatismus" der Muslime beklagt und die Veröffentlichung von umstrittenen Mohammed-Karikaturen verteidigt, denen die Muslime eine Verunglimpfung des Propheten und die Beleidigung des Islams und der Muslime vorwerfen.

Macrons Rede folgte ein Boykott französischer Produkte in vielen arabischen und muslimischen Ländern.

Am Wochenende gab Macron dem katarischen Sender Al Jazeera ein Interview, in dem er mit beruhigenden Worte zwischen Frankreich und der muslimischen Welt zu schlichten suchte. Er könne durchaus verstehen, dass man durch Karikaturen verletzt sein könne, sagte Macron. Aber bei der Diskussion gehe es nicht darum, ob die französische Regierung die Karikaturen selbst zeichne oder unterstütze, sondern darum, dass sie das Recht darauf schütze.

Der Kronprinz Abu Dhabis, Scheich Mohammed bin Said Al Nahjan, verurteilte in einem Telefonat mit Macron die Terroranschläge in Frankreich, wie die emiratische Agentur WAM meldete. Er sprach den Opfern und deren Familien sein Beileid aus und betonte, dass diese "gewalttätigen Gräueltaten" im Widerspruch zu den Lehren und Grundsätzen aller monotheistischen Religionen stünden.

Mehr zum Thema - Terror in Frankreich: Die Versäumnisse von Jahrzehnten wird man nicht schnell bereinigen können

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