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Thüringen: Ramelow fällt bei Ministerpräsidentenwahl in erster Runde durch

Thüringen: Ramelow fällt bei Ministerpräsidentenwahl in erster Runde durch
Bodo Ramelow von der Linkspartei vor der Wahl eines neuen Ministerpräsidenten am 5. Februar 2020 im Landtag in Erfurt.
Die Wahl zum Ministerpräsidenten in Thüringen entpuppt sich als der erwartete Krimi. Bodo Ramelow von den Linken ist für seine Wiederwahl auch auf Stimmen der Union oder der AfD angewiesen. Doch im ersten Durchgang fiel Ramelow zunächst durch.

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Bei der Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten ist der amtierende Regierungschef Bodo Ramelow im ersten Durchgang erwartungsgemäß durchgefallen. Der Linke-Politiker verfehlte am Mittwoch bei der Abstimmung im Landtag in Erfurt die erforderliche absolute Mehrheit ebenso wie sein parteiloser Gegenkandidat Christoph Kindervater, der von der AfD ins Rennen geschickt worden war.

Die Wahl wurde auf Antrag der AfD-Fraktion nach dem ersten Durchgang unterbrochen. Auf Ramelow entfielen 43 Stimmen, Kindervater bekam 25 Stimmen. Abgegeben wurden 90 Stimmen, die alle gültig waren. Zusammen verfügt Ramelows Wunschkoalition aus Linke, SPD und Grünen über 42 Sitze im Landtag. Die AfD hat 22 Mandate.

Ramelow ist bereits seit 2014 Regierungschef des Freistaats und war der erste Ministerpräsident der Linken in Deutschland. Obwohl Ramelows Linke mit 31 Prozent die Wahl im Herbst 2019 klar gewonnen hatte, ging die Mehrheit der bisherigen Regierung von Linke, SPD und Grünen verloren. Dennoch will Rot-Rot-Grün in einer von Ramelow angeführten Minderheitsregierung die Arbeit fortsetzen.

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(rt/dpa)

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