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"Stimmung in der Bude" – Merkel empfängt Karnevalisten

"Stimmung in der Bude" – Merkel empfängt Karnevalisten
"Endlich mal wieder Stimmung in der Bude" – mit diesen Worten begrüsste Angela Merkel Karnevalisten im Kanzleramt. Sie lobte die Narren dann ausführlich und versuchte, dem Anlass entsprechend, lustig zu sein. Bilder der Veranstaltung vermitteln einen anderen Eindruck.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel empfing am Mittwoch Abordnungen von Karnevalsvereinen mit ihren Prinzenpaaren und sonstigen "Herrschern" aus 14 Bundesländern im Kanzleramt in Berlin. Die Regierungschefin begrüßte die Karnevalisten mit freundlichen Worten, die Rückschlüsse auf die sonst in ihrem Amtssitz herrschende Stimmung erlauben:

Endlich mal wieder Stimmung in der Bude. Hat man nicht oft.

Kramp-Karrenbauer am Mittwoch in Demmin

Später lobte sie ihre rituell fröhlichen Gäste mit den Worten:

Solche Besucher lobe ich mir. Denn sie zeigen: Auch ein Ausnahmezustand kann wohltuend sein.

Merkel versuchte weiterhin, den Karnevalisten zu schmeicheln. Sonst kämen Besucher oft mit Problemen und schwierigen Fragen ins Kanzleramt, die Karnevalisten dagegen mit Frohsinn und Musik. Sie sei sicher, auch damit werde man zurechtkommen. Man lasse sich "in der fünften Jahreszeit" ausnahmsweise "gerne zum Narren halten, denn im Karneval ist das ja eine Auszeichnung" so die Kanzlerin weiter.

Merkel lobte die Karnevalisten auch dafür, Brauchtum und Traditionen zu pflegen. Der Karneval sei ein Kulturgut, in dem sich "Vielfalt" widerspiegele. Auch dafür müsse man seinen Charakter "hoch achten".

In den sozialen Netzwerken kursierende Fotos und Videos der Veranstaltung vermitteln einen etwas anderen Eindruck als die Beiträge der Mainstreammedien. Darin sieht man Merkel dem närrischen Treiben um sie herum bestenfalls lustlos und befremdet zusehen. Ihr Klatschen und Lächeln wirkt gequält. Bereits in den vergangenen Jahren waren Videos ähnlicher Veranstaltungen bekanntgeworden, wo die Kanzlerin geradezu abgestoßen wirkte.

Annegret Kramp-Karrenbauer, Merkels Nachfolgerin im CDU-Parteivorsitz und Verteidigungsministerin, verzichtet in diesem Jahr vollständig auf Auftritte im Karneval. Anders als die in der Uckermark aufgewachsene Kanzlerin kommt Kramp-Karrenbauer aus dem karnevalsaffinen Saarland. Im September war sie vom Bund Deutscher Karneval (BDK) zur Sonderbotschafterin für das "Kulturgut Fasching-Fastnacht-Karneval" ernannt worden.

Auf Anfrage des Nachrichtenportals Watson mit teilte die CDU am Mittwoch mit:

Frau Kramp-Karrenbauer hat in dieser Session keine Auftritte im Karneval geplant.

Kramp-Karrenbauer war seit dem Jahr 2009 regelmäßig als "Putzfrau" mit Kittelschürze und Kehrbesen bei den saarländischen Karnevalisten aufgetreten und hatte in dieser Rolle die Politik aufs Korn genommen. Im vergangenen Jahr geriet sie nach ihrem Auftritt in die Kritik, nachdem sie es gewagt hatte, sich über die Genderdebatte um das dritte Geschlecht lustig zu machen.

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