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Vor Debatte um Rundfunkbeitrag: WDR engagiert Agentur für Krisenkommunikation

Vor Debatte um Rundfunkbeitrag: WDR engagiert Agentur für Krisenkommunikation
Der WDR rechnet mit "kritischer Berichterstattung" im Zuge des im Februar erscheinenden neuen Gutachtens zum Rundfunkbeitrag. Deshalb hat der Sender nun eine PR-Agentur engagiert. Möglicherweise war diese schon in der "Umweltsau"-Debatte für den WDR aktiv.

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat eine PR-Agentur mit dem Schwerpunkt Krisenkommunikation verpflichtet. Dies berichtet die Internetplattform W&V unter Berufung auf eine Sprecherin des Senders. Demnach habe der WDR-Verwaltungsrat bereits im Juni beschlossen, eine Kommunikationsagentur zu verpflichten. Das Münchner Unternehmen Media 5 habe nach einer EU-weiten Ausschreibung im Herbst den Zuschlag bekommen.

Uwe Steimle im friedensbewegten Mir-san-mir-Nicki im Juli 2017

WDR-Intendant Tom Buhrow hat am 1. Januar 2020 den ARD-Vorsitz übernommen, den er voraussichtlich bis Ende 2021 innehaben wird. Die Verpflichtung der PR-Experten dient nach einem Bericht des Springer-Blattes Welt am Sonntag (WamS) vor allem dazu, "kritischer Berichterstattung" zu dem im Februar zu erwartenden neuen Gutachten der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) zu begegnen, mit der der WDR rechne.

Die KEF wird vermutlich eine weitere Erhöhung des Rundfunkbeitrags von derzeit 17,50 auf 18,36 Euro empfehlen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Kommission das Finanzgebaren der Sender kritisieren und Kürzungen verlangen wird. Der zu erwartenden Debatte möchte sich der WDR offenbar mit professioneller Hilfe stellen.

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Der Vertrag mit Media 5 soll über zwei Jahre laufen und die Option für die Verlängerung für ein weiteres Jahr beinhalten. Keine Klarheit besteht über die Höhe des Honorars. Die WamS berichtet über ein maximales Budget von über 500.000 Euro, das kolportiert werde. In jedem Fall ergibt sich die interessante Konstellation, dass die Gebührenzahler mit ihren Gebühren auch noch die PR-Arbeit zur Rechtfertigung des Rundfunkbeitrags und zur Legitimierung des immer öfter hinterfragten öffentlich-rechtlichen Rundfunks zahlen dürfen.

Der WDR stand erst Ende Dezember in der Kritik, als der Sender ein angeblich satirisches Video seines Kinderchors veröffentlichte, in dem dieser eine umgedichtete Version des Kinderlieds "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" sang, das die Zeile "Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau" enthielt. Zahlreiche Kritiker warfen dem Sender vor, bei seiner Stimmungsmache für den "Klimaschutz" eine ganze Generation zu verunglimpfen. Der WDR entschuldigte sich und zog das Video zurück, was wiederum den Vorwurf nach sich zog, der Sender sei vor "rechten Netzwerken" eingeknickt. Die WamS vermutet, dass sich der WDR bereits in dieser Krise von der nun verpflichteten Agentur beraten ließ.

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