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Klimakonzept der CSU: Kauf energiesparender Haushaltsgeräte kräftig steuerlich fördern

Klimakonzept der CSU: Kauf energiesparender Haushaltsgeräte kräftig steuerlich fördern
Ausweisung der Energieeffizienzklasse auf einer Waschmaschine in einem Großmarkt: Die CSU will nun Steuererleichterungen für Bürger, die energiesparende Haushaltsgeräte kaufen.
16 Seiten umfasst das Klimakonzept der CSU. Vieles ist bekannt, doch es gibt auch neue Ideen, die das Klima schützen, die Wirtschaft fördern und die Geldbeutel der Bürger entlasten sollen. So will man einen "Klimabonus" von maximal 10.000 Euro jährlich gewähren.

Wer sich höchst energieeffiziente Waschmaschinen, Trockner oder ähnliche Geräte zulegt, soll 20 Prozent der Kosten bei der Steuer erstattet bekommen. Das geht aus der "Klimastrategie" der CSU hervor, die auf der Parteivorstandsklausur an diesem Freitag und Samstag beschlossen werden soll – das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Wir wollen einen Steuernachlass für Aufwendungen zum Klimasparen im eigenen Haushalt gewähren: ob bei klimafreundlichen Investitionen in die eigenen vier Wände, energiefreundlichen Haushaltsgeräten oder bei Investitionen für klimafreundliches Heizen", heißt es in dem Papier.

Schwarz oder Weiß: Greta Thunberg in der vergangenen Woche in der Schweiz

Abwrackprämie für ineffiziente Heizungsanlagen

Der "Klimabonus" soll nach dem Willen der CSU bis zu einer Höhe von maximal 10.000 Euro jährlich gewährt werden. Gefördert werden sollen neben dem Kauf energieeffizienter Haushaltsgeräte auch energetische Gebäudesanierungen an selbst genutztem Wohneigentum und der Austausch alter Heizungsanlagen bis 2030.

Wir wollen mit einer Abwrackprämie den Austausch alter, ineffizienter Heizungsanlagen fördern", heißt es in dem 16-seitigen Papier. Auch die energetische Modernisierung von Betriebsgebäuden soll steuerlich gefördert werden.

Der Vorschlag für eine umfassende Klimasteuerreform ist Teil des Konzepts der CSU, mit dem die Partei in die entscheidende Phase der Berliner Koalitionsberatungen über ein großes Klimaschutzpaket gehen will. Kerngedanke ist, Anreize für mehr Klimaschutz zu setzen, anstatt beispielsweise eine CO2-Steuer einzuführen. Hier präferiert die CSU indes die Ausweitung des Handels mit sogenannten CO2-Zertifikaten. Dabei plädiert die CSU für eine Übergangszeit auch für ein nationales Emissionshandelssystem in Sektoren, für die es noch kein europäisches System gibt, also beispielsweise im Verkehr. Für den CO2-Preis sollen nach CSU-Idee Preisobergrenzen und -untergrenzen festgelegt werden.

365-Euro-Tickets im öffentlichen Nahverkehr und Begünstigung von E-Dienstwagen

Weitere Punkte des CSU-Konzepts sind die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Bahntickets von 19 auf 7 Prozent, die bundesweite Einführung von 365-Euro-Tickets im öffentlichen Nahverkehr, wie Bayern dies für Schüler und Auszubildende angekündigt hat, sowie die Begünstigung von E-Dienstwagen und eine stärker am CO2-Ausstoß ausgerichtete Kfz-Steuer.

Greta Thunberg auf der Rennyacht, Plymouth, Grossbritannien, 14. August 2019.

Die Umlage für erneuerbare Energien soll schrittweise gesenkt, die Pendlerpauschale erhöht werden. Eine "Kampfpreis-Steuer" für Billigflüge, wie sie CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt zuletzt vorgeschlagen hatte, findet sich in dem Papier nicht. Allerdings heißt es in dem entsprechenden Passus sehr wohl: "Darüber hinaus wollen wir mit einer nachhaltigen Preisgestaltung im Flugverkehr dafür sorgen, dass Bahn- und Busfahrten zu einer echten kostengünstigen Alternative zu Inlandsflügen werden."

Die CSU setzt darüber hinaus auf CO2-Vermeidung durch "intelligenten Fortschritt" und Innovationen – helfen sollen Klimaanleihen und ein neuer Klimainnovationsfonds. Der Plastikabfall soll reduziert werden, auch durch ein deutschlandweites Verbot von Plastiktüten. 

Zudem setzt die CSU Hoffnungen auf neue synthetische Kraftstoffe. Wälder sollen aufgeforstet, Moore als CO2-Speicher besser geschützt werden. Der Kohleausstieg soll beschleunigt werden und "schon ab 2030 plus möglich werden", heißt es in dem Papier. Der Netzausbau soll beschleunigt, der Deckel bei Photovoltaik aufgehoben werden. Bei der Windkraft hält die CSU zwar an den umstrittenen Mindestabständen für Windräder im Freistaat fest. Allerdings wolle man "die Spielräume bei der Windenergie insbesondere in den Staatswäldern nutzen".

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(dpa/rt deutsch)

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