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Rathaus im sächsischen Grimma wegen AfD-Auftritt mit Fäkalien angegriffen

Rathaus im sächsischen Grimma wegen AfD-Auftritt mit Fäkalien angegriffen
Demonstranten protestieren in der sächsischen Stadt Grimma gegen die AfD und den Auftritt von Björn Höcke am Freitag. In der Nacht davor wurde das Rathaus mit Fäkalien beschmiert.
Die Proteste gegen die AfD werden immer dreckiger, im wahrsten Sinne des Wortes. In der Nacht auf Freitag wurde das Rathaus der sächsischen Stadt mit Farbe und Fäkalien angegriffen, weil die Partei dort einen Wahlkampfauftritt mit Björn Höcke abhalten sollte.

Dies sei dumpfe Gewalt von dummen Menschen, sagte der parteilose Oberbürgermeister Matthias Berger am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Das ist ein Verbrechen an den gesellschaftlichen Umgangsformen. 

Unbekannte hatten die Tat in der Nacht zu Freitag begangen. Ermittlungen wurden aufgenommen, wie die Polizei in Leipzig mitteilte.

Symbolbild: Aus dem AfD-Wahlkampf in Cottbus, Deutschland, 13. Juli 2019.

Auf der linken Internetplattform indymedia.org tauchte am Freitagmorgen ein mutmaßliches Bekennerschreiben auf. Dort wurde als Grund für die Tat die Wahlveranstaltung unter anderem mit dem Wortführer des ultrarechten AfD-Flügels, dem Thüringer Landeschef Björn Höcke, am Freitagabend im Rathaus genannt. Das Schreiben werde bei den Ermittlungen berücksichtigt, sagte ein Polizeisprecher. In dem Bekennerschreiben heißt es wörtlich:

Am frühen Morgen des 09. Julis haben wir das Rathaus in Grimma beschmutzt und beschmiert. Nun schmückt dessen Eingangsbereich ein Graffiti sowie ein fetter Haufen Kacke, der symbolisch für die Scheisze steht, die in Grimma gerade abgeht. In erster Linie richtet sich die Aktion natürlich gegen Höcke und seine völkisch-nationalistische Politik.

Am Abend protestierte ein breites Bündnis aus Parteien und Organisationen gegen den Auftritt Höckes und des Bundestagsabgeordneten Jens Maier. So lud beispielsweise das Organisationsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" seine Mitglieder mit eindeutiger Botschaft ein, nach Grimma zu fahren und am Protest teilzunehmen.

 

Auch der ehemalige Landesvorstandssprecher des sächsischen Landesverbandes der Grünen Jürgen Kasek wollte vor Ort sein, um "deutlich gegen Faschismus" zu demonstrieren, der durch die AfD und Björn Höcke "verbreitet" werden soll. 

Rund 300 Menschen versammelten sich nach Angaben der Stadt vor dem Rathaus. Etwa 180 AfD-Anhänger hatten sich laut Stadt im Saal versammelt, etwa 100 weitere fanden dort keinen Platz mehr und warteten auf dem Marktplatz. Zu Auseinandersetzungen kam es zunächst nicht. In Sachsen wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt.

Ferner wurden zum wiederholten Male mit der AfD in Verbindung stehende Immobilien Ziel von Attacken. In der Nacht zum Freitag wurde ein Parteibüro in Lugau im Erzgebirge mit brauner Farbe beschmiert, wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte. In Kiel verübten Unbekannte einen Farbanschlag auf das Haus eines AfD-Kommunalpolitikers. Die Haustür des Mehrfamilienhauses wurde mit einem Stein eingeschlagen, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Außerdem sei an mehreren Stellen "Fuck AfD" auf die Hauswand gesprüht und es seien die Reifen von drei Autos zerstochen worden.

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(rt deutsch/dpa)

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