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Brutale Gruppenvergewaltigungen in Düsseldorf und ein Prozessbeginn in Freiburg

Brutale Gruppenvergewaltigungen in Düsseldorf und ein Prozessbeginn in Freiburg
Prozessbeginn am Mittwoch in Freiburg
Vier Männer haben in Düsseldorf in den vergangengen Monaten mehrere Frauen brutal vergewaltigt. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen nach Opfern und Zeugen. Unterdessen hat in Freiburg ein Prozess wegen der Vergewaltigung einer 18-Jährigen im Oktober 2018 begonnen.

Eine Gruppe junger Männer nahöstlicher und nordafrikanischer Herkunft hat in der Region Düsseldorf in den vergangenen Monaten mehrere Frauen brutal vergewaltigt. Wie die zuständige Staatsanwaltschaft Kleve am Dienstag bekannt gab, lauerten sie ihren Opfern in Klubs und Diskotheken in der Düsseldorfer Altstadt auf und betäubten sie dann mit sogenannten K.-o.-Tropfen.

Eine 21-jährige Frau aus Duisburg vergewaltigten die Männer in der Nacht vom 19. zum 20. März 2019 über mehrere Stunden hinweg. Sie sollen die Frau auch brutal geschlagen haben. Die Frau selbst hatte die Tat nicht angezeigt. Die Staatsanwaltschaft sprach von anderen "gravierenden Hinweisen" und bezog sich dabei offenbar auf Handyvideos, die Teile der Taten dokumentieren sollen und die von den Ermittlern sichergestellt wurden.

Nach Auswertung dieses Materials gehen die Ermittler davon aus, dass es noch weitere Opfer gegeben hat. Deren genaue Anzahl sei noch unklar. Die Staatsanwaltschaft erklärte am Dienstag, dass es – neben der 21-Jährigen – noch mindesten einen weiteren Fall gebe. Eine Frau sei im Februar durch die Männer vergewaltigt worden. Polizei und Staatsanwaltschaft vermuten aber, dass es noch weitere Gruppenvergewaltigungen gab. Nach den Opfern wird gesucht, ebenso nach Zeugen, die derartige Vorfälle beobachtet haben könnten.

Nach Polizeiangaben sind die vier Männer zwischen 24 und 29 Jahre alt. Sie sollen türkischer, marokkanischer, libanesischer und palästinensischer Abstammung sein und sich den Frauen gegenüber als Jamal, Sammy, Momo, Memo oder Bilal vorgestellt haben.

Drei der Männer befinden sich in Untersuchungshaft; einer ist auf freiem Fuß, weil die Staatsanwaltschaft derzeit keine dringende Fluchtgefahr sieht.

Unterdessen hat am Mittwoch in Freiburg ein vielbeachteter Prozess gegen elf Angeklagte begonnen, die der gemeinsamen Vergewaltigung einer 18-Jährigen beschuldigt werden. Den Männern im Alter von heute 18 bis 30 Jahren wird laut Anklage Vergewaltigung sowie unterlassene Hilfeleistung zur Last gelegt.

Sie sollen die Frau Mitte Oktober 2018 nachts in Freiburg nach einem Disco-Besuch in einem Gebüsch vor der Diskothek vergewaltigt haben. Die Frau ist in dem Prozess Nebenklägerin, erschien aber am Mittwoch nicht persönlich.

Kurz vor dem Beginn des Prozesses, der mit fast eineinhalbstündiger Verspätung begann, hatte der Anwalt des Hauptangeklagten eine Erklärung seines Mandanten angekündigt. Der 22-Jährige sei nicht im Sinne der Anklage schuldig. Zudem sei die Vorverurteilung im Vorfeld des Prozesses erheblich gewesen, sagte Anwalt Jörg Ritzel der dpa.

Der Frau war nach Angaben der Anklage in der Disco eine Ecstasy-Tablette angeboten worden. Zudem sei ihr eine unbekannte Substanz ins Getränk gemischt worden. Acht der Angeklagten stammen Gerichtsangaben zufolge aus Syrien. Hinzu kommen zwei Männer aus Algerien und dem Irak sowie ein Deutscher ohne Migrationshintergrund.

Staatsanwalt Rainer Schmid warf den Angeklagten gewalttätiges und erniedrigendes Verhalten vor. Das Opfer habe keine Chance gehabt, sich zu wehren, sagte er zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Freiburg am Mittwoch. Die Taten erstreckten sich über einen Zeitraum von zweieinhalb Stunden.

Demnach hatte der Hauptangeklagte die Frau unter dem Vorwand, ihr ein Tattoo am Oberschenkel zeigen zu wollen, nach draußen gelockt. Als das Mädchen sich umdrehte, um zurück zur Disco zu gehen, habe er sie von hinten gepackt, ihren Rock, die Strumpfhose und Unterhose heruntergerissen und sie vergewaltigt.

Die Frau sei durch den Konsum einer hoch dosierten Ecstasy-Tablette und eines mutmaßlich mit K.-o.-Tropfen präparierten Getränks völlig hilf- und wehrlos gewesen. Nach der ersten Vergewaltigung ging der 22-Jährige zurück in die Disco und berichtete seinen Freunden, dass draußen eine Frau liege, "die man ficken könne", so Schmid. Die wegen der Drogen zwischenzeitlich krampfende Frau habe versucht, sich schwach mit ihren Fingernägeln und mittels im Gebüsch ergriffener kleiner Stöckchen zu wehren – jedoch ohne Erfolg.

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