icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

BKA: Deutsche wesentlich öfter Opfer von Zuwanderern als umgekehrt

BKA: Deutsche wesentlich öfter Opfer von Zuwanderern als umgekehrt
"Unteilbar"-Demonstration in Berlin im Oktober 2018
Das BKA hat ein "Lage­bild Zu­wan­de­rung" erstellt. Aus dem geht hervor, dass Deutsche öfter Opfer von Zuwanderern werden als umgekehrt. Deutsche sind demnach auch nur für einen kleinen Teil der an Zuwanderern begangenen Straftaten verantwortlich.

Wie aus dem durch Bundeskriminalamt (BKA) erstellte "Bundes­lage­bild Krimi­nalität im Kon­text von Zu­wan­de­rung 2018" hervorgeht, werden Zuwanderer in Deutschland deutlich öfter Opfer von nichtdeutschen Tätern als von deutschen. Angaben zu Opfern werden nur bei Straftaten gegen das Leben, die sexuelle Selbstbestimmung, die persönliche Freiheit und bei Rohheitsdelikten erfasst. Der Begriff Zuwanderer wird in dem Lagebild hauptsächlich für Flüchtlinge und Asylbewerber gebraucht.

Laut Lagebild wurden im Jahr 2018 insgesamt 47.042 Flüchtlinge und Asylbewerber als Opfer einer Straftat registriert. In 81 Prozent der erfassten Fälle wurden sie Opfer einer Körperverletzung. In 38.537 Fällen waren die Tatverdächtigen Zuwanderer, in 8.455 Fällen waren es Deutsche. 

Das Lagebild verrät auch, dass Deutsche wesentlich öfter Opfer von Zuwanderern werden als umgekehrt:

Unter den insgesamt 101.956 Opfern von Straftaten mit tatverdächtigen Zuwanderern befanden sich 46.336 Deutsche und damit 19 Prozent mehr als noch im Vorjahr (2017: 39.096). Der Anteil der Deutschen liegt somit bei 45 Prozent.

Dies bedeutet sowohl einen allgemeinen Anstieg dieser Straftaten um sieben Prozent als auch einen Anstieg der Anzahl deutscher Opfer um 19 Prozent verglichen mit dem Vorjahr 2017.

Im Bereich Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen zählt das Lagebild 230 Deutsche als Opfer einer Straftat, an der mindestens ein tatverdächtiger Zuwanderer beteiligt war - ein Zuwachs von über 100 Prozent. Davon sind 102 Menschen Opfer einer vollendeten Tat geworden, gegenüber 13 im Jahr 2017. Diese drastischen Zuwächse gehen auf den Anschlag auf dem Breitscheidplatz im Dezember 2016 zurück, dessen 81 deutsche Opfer (sechs Tote und 75 Verletzte) erst 2018 in die Statistik eingingen, als der Fall für die Polizei "zu Ende ermittelt" war.

Gefängnis in Essen, Deutschland, 14. November 2014

Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden 3.261 Deutsche als Opfer einer Straftat mit mindestens einem tatverdächtigen Zuwanderer gezählt, 21 Prozent mehr als im Jahr 2017. Somit sind 74 Prozent der Opfer von Sexualdelikten mit tatverdächtigen Zuwanderern deutsche Staatsangehörige.

Bei Straftaten, denen Zuwanderer zum Opfer fielen, waren in 18 Prozent der Fälle Deutsche tatverdächtig. 8.455 Asylbewerber und Flüchtlinge wurden Opfer einer solchen Straftat, 24 Prozent mehr als im Jahr 2017.

Im Bereich Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen wurden 33 Zuwanderer Opfer von Taten, an denen mindestens ein Deutscher beteiligt war. Im Jahr 2017 waren es noch 38, davon wurde ein Mensch Opfer einer vollendeten Tat. Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden 89 Zuwanderer Opfer einer Straftat mit mindestens einem tatverdächtigen Deutschen, 15 mehr als im Vorjahr.

Die im Lagebild enthaltenen Zahlen widersprechen der weit verbreiteten Wahrnehmung, dass Zuwanderer in Deutschland vor allem durch die angebliche Fremdenfeindlichkeit der Einheimischen gefährdet seien. Das Lagebild vermittelt auch einen gänzlich anderen Eindruck als die in der vergangenen Woche von Bundesinnenminister Horst Seehofer vorgestellte polizeiliche Kriminalstatistik.

Mehr zum Thema - Kriminalitätsstatistik 2018: Ist Thüringen wirklich sicherer geworden?

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen