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Prozessbeginn in Düsseldorf: Ehepaar plante islamistisch motivierten Anschlag mit Bio-Bombe

Prozessbeginn in Düsseldorf: Ehepaar plante islamistisch motivierten Anschlag mit Bio-Bombe
Durchsuchung der Wohnung von Sief Allah H., Köln, Deutschland, 15. Juni 2018.
In Düsseldorf steht ein Ehepaar vor Gericht, das mit einer selbstgebauten Bio-Bombe einen Anschlag verüben wollte. Die Vorbereitungen waren bereits weit fortgeschritten. Es hätte sich um den ersten Anschlag mit einem biologischen Kampfstoff in Deutschland gehandelt.

Am Freitagmorgen begann der Prozess gegen ein Ehepaar am Oberlandesgericht Düsseldorf. In insgesamt 18 Verhandlungstagen soll es bis Ende August zu einem Urteil gegen die Terroristen kommen. Der Tunesier Sief Allah H. (30) wohnte mit seiner deutschen zum Islam konvertierten Ehefrau Yasmin (43) in einem 15-stöckigen Hochhaus in Köln, unweit der Zentrale des Bundesamtes für Verfassungsschutz. 

Der Hinweis an die deutschen Behörden zu den Plänen des Kölner Ehepaars soll aus den USA gekommen sein. Im Jahr 2016 ist der Tunesier durch Familiennachzug nach Deutschland eingereist. Am 12. Juni wurde Sief Allah H. in Gewahrsam genommen, im Folgemonat seine Frau. Sie hatten einen Anschlag mittels einer Rizin-Bombe geplant.

Symbolbild: Verhüllte Frauen passieren ein Schild der Terrororganisation IS mit dem Gebot, sich zu verschleiern, Rakka, Syrien.

Die Pläne hierfür waren bereits weit fortgeschritten und hätten laut Gutachten bis zu 100 Todesopfer fordern können. Die Verdächtigen planten, einen Sprengsatz mit einer mit Rizin präparierten Splitterladung an einem "geschlossenen und belebten Ort" zu zünden. Die Feuerwerkskörper für die Sprengladung stammen aus Polen. Welches Ziel die beiden dabei verfolgten, ist nicht bekannt. Die Terrororganisation IS hatte nach Aussagen der Bundesanwaltschaft das Ehepaar hierzu angestiftet. Der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, sagte, es habe sich um "ganz konkrete Vorbereitungen" gehandelt und um einen Anschlag "einer neuen Dimension". 

Es genügen 0,3-20 Milligramm isoliertes Rizin für den Tod eines Menschen. Im menschlichen Organismus führt es zum Absterben der Zellen. Im deutschen Kriegswaffenkontrollgesetz ist Rizin als Kriegswaffe gelistet. Aus 3.150 Rizinussamen hatte das Kölner Ehepaar 84,3 Milligramm hochgiftiges Rizin hergestellt. Der Prozess findet im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgericht statt. Es sei erwiesen, dass Sief Allah H. Kontakte zum IS unterhalten habe. 

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