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Wieso zahlt Deutschland die kompletten Planungskosten für neues US-Militärkrankenhaus in Ramstein?

Wieso zahlt Deutschland die kompletten Planungskosten für neues US-Militärkrankenhaus in Ramstein?
Derzeit errichten die USA auf ihrer Luftwaffenbasis in Ramstein das größte US-Militärkrankenhaus außerhalb der USA. Die gesamten Planungskosten in Höhe von über 150 Millionen Euro übernimmt zu 100 Prozent der deutsche Steuerzahler. RT Deutsch fragte auf der Bundespressekonferenz nach.

Es ist ein Megaprojekt: Auf 49 Hektar – das entspricht der Fläche von 70 Fußballfeldern – errichtet das US-Militär derzeit das nach Eigendarstellung "modernste Militärkrankenhaus der Welt" mit 120 Untersuchungsräumen, 40 Fachabteilungen und neun Operationssälen.

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Insgesamt soll das Krankenhaus über 4.500 Räume verfügen und einerseits als zentrale Anlaufstelle für die circa 50.000 US-Soldaten und deren Angehörigen, die in Europa stationiert sind, dienen, andererseits sollen in Kriegszeiten (und wann befinden sich die USA nicht im Krieg?) die Verletzten aus den Krisenherden im Nahen Osten und in Afrika hier versorgt werden. In den Worten von Brad Dunbar, Manager der Defense Health Agency, jene US-Agentur, die für die Planung des Megakrankenhauses verantwortlich ist, klingt das dann so:  

Eine 5.500-Seelen-Gemeinde wird als Steuerungszentrum für globale militärische Hegemonialpolitik ausgebaut. Die Politik im Ort freut sich vor allem über zusätzliche Konsumenten. Friedensaktivisten sind hingegen irritiert. 

(Archivfoto)

Das ist das größte Militärkrankenhaus außerhalb der USA. Wir haben zwei Aufgaben, und zwar in Friedens- und Kriegszeiten. In Friedenszeiten ist das Krankenhaus für alle Soldaten und ihre Familien, die in Europa stationiert sind. Und in Kriegszeiten werden hierhin alle Soldaten verlegt, die zum Beispiel in Afghanistan oder im Irak verwundet werden. Sie kommen alle über die Ramstein Air Base.

Die gesamten Planungskosten für das Megaprojekt im Umfang von über 150 Millionen Euro, wohlgemerkt für ein Krankenhaus, das ausschließlich US-amerikanischen Militärangehörigen offenstehen wird, trägt der bundesdeutsche Steuerzahler. Gegenüber dem Deutschlandfunk erklärte Matthias Göbel vom Amt für Bundesbau:

Die gesamten Planungskosten, die werden komplett von der Bundesrepublik getragen. Das heißt 151 Millionen Euro für die Planungskosten werden bereitgestellt. Das sind konkret Steuermittel.

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RT Deutsch wollte auf der aktuellen Bundespressekonferenz (BPK) in Erfahrung bringen, aus welchem Budget-Topf des Bundeshaushalts die Finanzierung des US-Militärkrankenhauses erfolgt und aus welchen Gründen die Bundesrepublik die gesamten Planungskosten für ein US-Militärkrankenhaus übernimmt, zu dem kein einziger Bundesbürger Zugang erhalten wird. Die Antwort war mal wieder ein Klassiker à la BPK:

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