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Kriminalitätsstatistik 2018: Ist Thüringen wirklich sicherer geworden?

Kriminalitätsstatistik 2018: Ist Thüringen wirklich sicherer geworden?
Thüringer Polizisten bei einem Einsatz in Weimar im Februar 2019
Der Thüringer Innenminister hat die Kriminalitätsstatistik für sein Bundesland vorgestellt und eine gemischte Bilanz gezogen. Es gebe weniger Straftaten, aber mehr Gewaltverbrechen. Die Gewerkschaft der Polizei hat für den Rückgang bei den Straftaten eine eigene Erklärung.

Thüringens Innenminister Georg Maier stellte am vergangenen Donnerstag die Kriminalitätsstatistik seines Bundeslandes für 2018 vor. Maier erklärte, dass die Zahl der Straftaten das dritte Jahr in Folge rückläufig und die Aufklärungsquote gestiegen sei:

Thüringen ist ein sicheres Bundesland und 2018 noch sicherer geworden.

Deutlich gesunken sei etwa die Zahl der Wohnungseinbrüche, die "konzertierten Gegenmaßnahmen" in diesem Bereich hätten "augenscheinlich gewirkt". Dennoch war das Fazit des Ministers nicht ausschließlich positiv. Grund dafür ist der Anstieg bei den Gewaltverbrechen. Nach einem Rückgang im Jahr 2017 nahm die Zahl der Gewalttaten 2018 wieder zu.

Als Schwerpunkte nannte Maier sexuelle Übergriffe sowie Raub und räuberische Erpressung. Die Zahl der Sexualdelikte stieg von 182 Fällen 2017 auf 230 im vergangenen Jahr, die Fälle von Raub und räuberischer Erpressung von 644 auf 718. Bei Angriffen mit Messern war ein deutlicher Anstieg von 866 auf 989 zu verzeichnen.

Maier wies deutlich darauf, dass die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen überproportional hoch sei und sich im Vergleich zu 2017 um über sechs Prozent erhöht habe. Nur noch ein kleiner Teil dieser Verdächtigen habe gegen das Aufenthalts- und Asylrecht verstoßen, bei der Mehrzahl der Fälle handele es sich um tatsächliche Straftaten. Bei den Messerangriffen waren 360 der 789 ermittelten Tatverdächtigen ausländischer Herkunft. Maier fand in diesem Zusammenhang für einen Sozialdemokraten deutliche Worte:

Die Zuwanderung hat Auswirkungen auf die Sicherheitslage.

Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) lobte die Polizeiarbeit im Land, hatte aber eine eigene Erklärung für die rückläufige Zahl der Straftaten. Diese sei auf den Umstand zurückzuführen, dass immer weniger Polizisten verfügbar seien, um die Anzeigen aufzunehmen. In einer Pressemitteilung erklärte die Gewerkschaft:

Die Ergebnisse der schwindenden Personalressourcen werden in derer PKS deutlich. Da wo immer weniger Polizisten tätig sind, nehmen Straftaten insgesamt ab, weil sie eben nicht mehr aufgenommen werden können (…) Wer soll denn Straftaten aufnehmen, wenn er schon bei anderen Straftaten gebunden ist? Wer wartet denn Stunden oder Tage auf die Polizei, um eine Straftat ohne Täterhinweise zu erstatten?

Die GdP forderte, mehr in die Prävention in Thüringen zu investieren und das Sicherheitsgefühl der Bürger zu steigern. Dazu brauche es mehr "Blau auf der Straße", also mehr Personal in den Funkwagen wie auch bei der Kriminalpolizei.

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