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Angela Merkel zum Kohleausstieg: "Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir scheitern"

Angela Merkel zum Kohleausstieg: "Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir scheitern"
Hegt Zweifel am Kohleausstieg: Angela Merkel, hier am Montag in Berlin mit Blumen zum Valentinstag
Bis 2038 soll Deutschland aus der Kohle aussteigen - so lautet die Empfehlung der Kohlekommission der Regierung. Doch ist das überhaupt machbar? Offenbar hegt auch die deutsche Regierungschefin Zweifel an der Durchführbarkeit des Vorhabens.

Nach Informationen der Bild fand am Montagabend im Kanzleramt eine Anhörung zum geplanten Ausstieg aus der Stromerzeugung mit Kohle statt. Dabei soll Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Angaben von Teilnehmern Zweifel am Gelingen des Kohleausstiegs geäußert haben.

Bei dem Treffen waren die Vorsitzenden der Kohlekommission, die ehemaligen Ministerpräsidenten Brandenburgs und Sachsens, Matthias Platzeck und Stanislaw Tillich, die zuständigen Minister der Bundesregierung, die Ministerpräsidenten der betroffenen Länder sowie Vertreter der Großen Koalition von Union und SPD anwesend.

Thunberg während einer Debatte auf dem Weltwirtschaftsforum am 25. Januar 2019. Links von ihr der Präsident der Bank von Frankreich,  
François Villeroy de Galhau, rechts der Vorstandsvorsitzende des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson, John J. Haley.

Die auf dem Treffen vorherrschende Grundstimmung war skeptisch, so die Bild. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen könne ein Kohleausstieg bis 2038, wie ihn die Kohlekommission empfohlen hatte, kaum gelingen. Zudem entstünden "extrem hohe Kosten."

Diese Meinung soll auch die Kanzlerin vertreten haben, die das Treffen moderierte und die Redner aufrief. Demnach sagte Merkel, dass der Ausstieg aus der Kohle "eine Riesen-Kraftanstrengung" wird. "Wir müssen es wollen", so Merkel. Der Ausstieg werde nicht gelingen, wenn Infrastrukturmaßnahmen wie der Bau von Stromtrassen weiter so viel Zeit in Anspruch nähmen. Merkel weiter:

Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir scheitern.

Konkrete Lösungen - etwa für die Energiesicherheit - wurden auf dem Treffen nicht angeboten. Teilnehmer sahen in der Veranstaltung eher den "Versuch einer Beruhigung der Gemüter". Ein Folgetreffen soll nicht geplant sein. Welche Konsequenzen aus der recht eindeutigen Diagnose der gegenwärtigen Problemlage gezogen werden, ist nicht bekannt.

Mehr zum Thema - Wall Street Journal zum deutschen Kohleausstieg: "Weltdümmste Energiepolitik"

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