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Greta Thunberg: Deutscher Kohleausstieg bis 2038 ist absurd!

Greta Thunberg: Deutscher Kohleausstieg bis 2038 ist absurd!
Thunberg während einer Debatte auf dem Weltwirtschaftsforum am 25. Januar 2019. Links von ihr der Präsident der Bank von Frankreich, François Villeroy de Galhau, rechts der Vorstandsvorsitzende des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson, John J. Haley.
Deutschlands Kohleausstieg sei absurd, weil er zu spät erfolge. Das sagt die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Von anderer Seite wird der Ausstieg selbst kritisiert, weil er die Energiesicherheit gefährde und zu höheren Strompreisen führe.

Die 16-jährige schwedische Schülerin und Klimaaktivistin Greta Thunberg findet es unverantwortlich, dass Deutschland erst im Jahr 2038 vollständig aus der Kohle aussteigen soll. Thunberg erklärte der dpa in Stockholm:

Deutschland will bis 2038 Kohle verbrennen. Das ist absolut absurd. Und die Leute denken, das wäre etwas Gutes. Deutschland hat eine unglaubliche Chance und eine unglaubliche Verantwortung dabei, damit aufzuhören, Kohle zu verbrennen. Würde Deutschland das tun, würde das ein deutliches Signal an die Welt senden, dass wir uns in einer Krise befinden und dass wir mit solchen Sachen aufhören müssen.

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Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission hatte sich Ende Januar auf einen Kompromiss zum deutschen Kohleausstieg im Jahr 2038 geeinigt. Darin werden Strukturhilfen in Höhe von 40 Milliarden Euro für die deutschen Kohleregionen vorgeschlagen. Es wird erwartet, dass die Bundesregierung dem Kompromiss zustimmt.

Braunkohleförderung in der Lausitz

Mit dem Kohleausstieg verabschiedet sich Deutschland nach dem 2011 beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie von einem weiteren wichtigen Energieträger. Derzeit werden 38 Prozent des deutschen Stroms durch die Verbrennung von Braun- und Steinkohle gewonnen.

Konventionellere Kritiker als Thunberg bemängeln nicht die zu lange Dauer bis zum Ausstieg, sondern den Abschied von der Kohle an sich. Die Kohle werde nicht durch erneuerbare Energien ersetzt werden können, stattdessen werde es zum verstärkten Import von Kohle- und Atomstrom aus Nachbarländern kommen.

Da auch dort Strom nicht beliebig verfügbar sein wird, könne der Ausstieg ein Problem für die Versorgungssicherheit im Land werden. Schließlich dürften die deutschen Strompreise, ohnehin schon die höchsten in Europa, durch den Ausstieg weiter steigen.

Greta Thunberg gilt als weltweite Klimaschutz-Ikone. Bekannt wurde sie durch den von ihr im August 2018 initiierten "Schulstreik für das Klima", der in vielen Ländern Nachahmern fand. Thunberg trat als Redner auf dem UN-Klimagipfel in Katowice Ende 2018 und auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar dieses Jahres auf, wo sie ihren Zuhörern, zurief: "Ich will, dass ihr in Panik geratet!" 

Kritiker werfen den Angehörigen Thunbergs vor, das Mädchen mit dem Aspberger-Syndrom für eine PR-Kampagne zu missbrauchen. Ihr Vater, der Schauspieler Svante Thunberg, weist derartige Vorwürfe zurück. Hinter Greta stehe niemand anderes als Greta, so der Vater.

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