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Erstklässler in Berlin und Duisburg mit schweren Defiziten

Erstklässler in Berlin und Duisburg mit schweren Defiziten
Immer mehr Kinder starten mit Defiziten in die Schule
Duisburg und Berlin haben die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen vorgelegt. Demnach hat ein Drittel der Schüler in Berlin motorische und feinmotorische Störungen. Besonders betroffen sind Kinder aus armen Familien und solche mit Migrationshintergrund.

Immer mehr Erstklässler in Berlin werden mit schweren Defiziten eingeschult. Das geht aus der Auswertung der Einschulungsuntersuchungen von 31.000 Erstklässlern für das Einschulungsjahr 2017 hervor, die von der Senatsverwaltung für Gesundheit veröffentlicht wurden.

Demnach werden bei fast 30 Prozent der Erstklässler motorische und feinmotorische Störungen festgestellt. Jeder Vierte hat kaum eine Mengenvorstellung. Derartige Defizite erschweren den Start der Kinder in der Schule massiv. 

Im Bereich der Visuomotorik, also der Koordination von Hand und Auge, wichtig etwa beim Ausschneiden und Zeichnen, wiesen nur 68,7 Prozent der Kinder unauffällige Befunde auf, 11,5 Prozent waren grenzwertig, 19,8 Prozent auffällig. Bei den Jungen waren die Ergebnisse schlechter als bei den Mädchen.

Bei Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen ("untere Statusgruppe") liegt der Anteil der Kinder mit unauffälligen Befunden sogar unter 50 Prozent (48,1). Von den Kindern aus der mittleren Statusgruppe hatten 68,8 Prozent einen unauffälligen Befund, Kinder aus der oberen Statusgruppe schneiden mit einem Anteil der unauffälligen Befunden von 82,2 deutlich besser ab.

Auch die Herkunft der Kinder spielt eine Rolle. Am besten schneiden Kinder aus westlichen Industriestaaten ab, hier liegt der Anteil der unauffälligen Befunde bei 78,6 Prozent. Es folgen Kinder deutscher Herkunft (72,2 Prozent), Kinder osteuropäischer Herkunft (67,1) und Kinder türkischer Herkunft (62,6 Prozent). Abgeschlagen am Ende liegen Kinder arabischer Herkunft, bei denen der Anteil unauffälliger Befunde bei nur 48,5 Prozent liegt.

Bei der Körperkoordination wiederholen sich diese Muster, ähnlich ist es bei den Tests zu kognitiven Entwicklung. Kinder, die die Kita besucht haben, schneiden tendenziell besser ab. Allerdings wird der positive Einfluss der Förderung in der Kita erst deutlich, wenn die Kita zwei Jahre oder länger besucht wurde.

Die Ergebnisse der Eingangsuntersuchungen von Duisburger Grundschülern lesen sich grundsätzlich ähnlich. Auch hier wird eine Zunahme motorischer und koordinativer Störungen festgestellt. Auffällig sind hier allerdings die abnehmenden sprachlichen Fähigkeiten der Kinder. 

2017 sprach über die Hälfte der untersuchten Einschulkinder (50,1 Prozent) in den ersten vier Lebensjahren eine andere Sprache als Deutsch. In einigen Stadtteilen erreichte dieser Anteil 90 Prozent. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund, der bei der Schuleingangsuntersuchung fehlerfrei Deutsch sprechen konnte, lag bei nur noch 8,2 Prozent. 16,4 Prozent der Schulanfänger beherrschten überhaupt kein Deutsch.

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