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Studie: Acht Prozent der Deutschen würden Diktatur zustimmen

Studie: Acht Prozent der Deutschen würden Diktatur zustimmen
Unter bestimmten "Umständen" sind etwa acht Prozent der Deutschen mit einer Diktatur als Regierungsform einverstanden, während noch mehr einen Führer begrüßen würden, der Deutschland mit "einer starken Hand" regiert. Das geht aus einer neuen Studie hervor.

Während die Mehrheit des Landes keine nostalgischen Gefühle für solche Formen der Regierung hat, ergab eine neue Studie, dass sich eine kleine aber offenbar nicht unerhebliche Minderheit für die Idee eines Diktators in Deutschland ausspricht. Im Bericht Flucht ins Autoritäre, der in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto-Brenner-Stiftung erstellt wurde, wurde festgestellt, dass 7,9 Prozent der Deutschen glauben, dass eine Diktatur den nationalen Interessen "unter bestimmten Umständen" besser als alle anderen Regierungsformen dienen würde. Rund 18,6 Prozent wurden als latente Unterstützer der Idee ausgemacht.

Die Diktatur umfasst auch einen Personenkult und hier sagten elf Prozent der Befragten, es sollte einen Führer geben, "der Deutschland mit einer starken Hand zum Wohle aller regiert".

Die Umfrage zeigt ein leicht ähnliches Verhältnis bei Fragen, die sich auf andere Empfindlichkeiten der Vergangenheit des Landes beziehen. Etwa acht Prozent gaben an, dass der "Nationalsozialismus seine eigenen positiven Seiten hat". Rund neun Prozent glauben, dass Hitler "ein großer Staatsmann" hätte sein können, wenn er den Holocaust nicht entfesselt hätte.

Auch Antisemitismus, ein Kernstück der nationalsozialistischen Rassenpolitik, existiert offenbar noch heute in Teilen der deutschen Gesellschaft. Jeder zehnte Befragte sagte aus, dass er das Gefühl hat, dass Juden auch heute noch "zu viel Einfluss haben".

"Unsere aktuelle Umfrage zeigt ganz deutlich, dass Fremdenfeindlichkeit im ganzen Land immer mehr verbreitet ist", kommentierte Studienleiter Oliver Decker die Ergebnisse. Außerdem gebe es immer mehr Menschen, die bereit sind, gegen politische Gegner vorzugehen, warnte der Wissenschaftler. Dennoch lehne ein großer Teil der deutschen Bevölkerung den Autoritarismus ab und stehe für Demokratie, betonte Decker:

Wir können sagen, dass 30 Prozent der Bevölkerung eine ausgesprochen demokratische Einstellung haben.

Mitglieder der deutschen, rechtsradikalen Bewegung

Laut den beiden Wissenschaftlern Elmar Brähler und Oliver Decker vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig verbreite sich Ausländerfeindlichkeit in Deutschland immer stärker. Das Kompetenzzentrum befragte 2.419 repräsentativ ausgewählte Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft im Frühsommer dieses Jahres.

24,1 Prozent der Befragten zeigten eine "geschlossene manifeste Ausländerfeindlichkeit", bei der vorherigen Erhebung 2016 waren es 20,4 Prozent. In Ostdeutschland ist die Entwicklung noch deutlicher. Dort stieg der Anteil von 22,7 auf 30,9 Prozent, zitiert das Nachrichtenportal Telepolis.

Auf die Frage "Die Bundesrepublik ist durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet" gaben die Befragten zu 44,6 Prozent eine "manifeste Zustimmung" in Ostdeutschland ab, während der Prozentsatz in Westdeutschland bei 33,6 Prozent lag.

Bemerkenswert ist die empirische Entwicklung der Haltung bei der Frage "Muslimen sollte die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden". 2016 lag die Zustimmung noch bei 41,4 Prozent, dieses Jahr soll sie auf 44,1 Prozent gestiegen sein. Auffallend ist der Anstieg der Zustimmung im Westen, wo der Prozentsatz von 35,5 Prozent im Jahr 2014 auf 42,2 Prozent stieg.

 

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