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SPD-Ortsverein an Erstklässler: Sagt euren Eltern, sie sollen SPD wählen!

SPD-Ortsverein an Erstklässler: Sagt euren Eltern, sie sollen SPD wählen!
Erstklässler im Blick: SPD-Wahlkampf in Zirndorf
Im bayerischen Landtagswahlkampf steht die SPD unter Druck. Nach dem Motto "Not macht erfinderisch" wendet sie sich in Franken an eine ganz neue Zielgruppe: die Erstklässler. im Moment handelt sich die Partei mit dieser Aktion vor allem Ärger und Spott ein.

In vier Wochen stehen die Landtagswahlen in Bayern an. Umfragen sehen die SPD nur knapp über zehn Prozent, hinter CSU, AfD und Grünen droht ihr der vierte Platz. Deshalb kämpft die Partei um jede Stimme. Im fränkischen Zirndorf waren die Sozialdemokraten dabei besonders kreativ: In einem Brief wandten sie sich an die Erstklässler der Stadt.

Spitzenkandidat der CSU, Markus Söder beim Wahlkampf in Abensberg, Deutschland, 3. September 2018.

In dem Schreiben, dem eine Brotdose mit kleinen Geschenken beilag, wünschte die SPD den Schulanfängern alles Gute zum Start in die Schule, zählte dann ihre bildungspolitischen Verdienste in der Kommune auf, und schloss mit der Aufforderung an die Schüler, diese möchten doch ihren Eltern sagen, sie sollten zur Wahl gehen und dabei, klar, die SPD wählen.

An der Sinnhaftigkeit der Aktion lässt sich zweifeln, zumal sich die Frage stellt, wie die Schulanfänger diesen Brief lesen sollten. Immerhin hat die Partei mit ihr Aufmerksamkeit erregt, allerdings nicht so, wie die Sozialdemokraten gehofft haben dürften. In den sozialen Netzwerken ergoss sich Spott über die Partei, Freie Wähler und CSU schalteten die Rechtsaufsicht ein, um zu untersuchen ob es sich bei dem Vorgang um eine Wahlmanipulation gehandelt hat.

In einem Facebook-Post verteidigte die Zirndorfer SPD ihre Aktion. Die Reaktionen auf ihr Schreiben bezeichnete sie als übertrieben, man sei "unter der Gürtellinie angegriffen" worden. Die Brotdosenverteilung habe eine jahrzehntelange Tradition und werde auch fortgesetzt.

Ob sich die Aktion für die SPD in Zirndorf auszahlt, wird man in vier Wochen wissen. Bis dahin dürfte die Debatte noch etwas weiterlaufen.

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