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Waffenschwund bei der Bundeswehr: Bericht über Diebstähle hochgefährlicher Kriegswaffen und Munition

Waffenschwund bei der Bundeswehr: Bericht über Diebstähle hochgefährlicher Kriegswaffen und Munition
Symbolbild: Soldaten der KSK-Truppe in Trollenhagen, Deutschland, 28. September 2015.
Laut einer als vertraulich eingestuften Liste des Verteidigungsministeriums, die dem Spiegel vorliegt, seien bei der Bundeswehr seit 2010 insgesamt 75 Waffen und 57.000 Schuss Munition abhanden gekommen. Auch die Zahl der Anhänger der "Identitären Bewegung" wurden bekannt.

Unter den entwendeten Waffen befinden sich zehn Sturmgewehre vom Typ G36, sechs Maschinengewehre MG3, 13 G3-Gewehre sowie 19 Pistolen vom Typ P7 und P8. Im Jahr 2014 gab es die meisten Diebstähle. Auch 57.000 Schuss Munition kamen der Bundeswehr abhanden. Der fehlende Bestand wurde nach Übungen bemerkt. Was mit den Waffen geschah, ist unklar. Es wurden auch Anhänger der sogenannten "Identitären Bewegung" innerhalb der Truppe festgestellt. Demnach wurden 2017 drei Soldaten und 2018 ein weiterer Soldat identifiziert und aus der Truppe entfernt.

Antideutsche machen regelmäßig gegen die Friedensbewegung mobil (Symbolbild aus Berlin).

Die Identitären stehen unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes. Sie vertreten einen sogenannten "Ethnopluralismus", demzufolge alle Völker möglichst unter sich bleiben sollten. Die Bewegung sieht sich durch eine vermeintliche Islamisierung bedroht und hat ihren Ursprung in Frankreich. In Deutschland kam sie mit der Sarazzin-Bewegung auf und beruft sich vor allem auf dessen Buch "Deutschland schafft sich ab".

"Vertrauensverlust in die Funktionsfähigkeit der Bundeswehr" wurde befürchtet

Zu der Auflistung kam es, nachdem Abgeordnete der Grünen diese anfragten. Es ging Irene Mihalic und Konstantin von Netz darum, zu erfahren, ob es Grund zur Sorge gebe, dass rechtsextreme Soldaten Munition und Waffen der Bundeswehr entwendet haben könnten. Der Spiegel berichtet: "Die Antwort ist teilweise kurios. So wurden die genannten Zahlen als Verschlusssache eingestuft, weil sie 'einen Vertrauensverlust in die Funktionsfähigkeit der Bundeswehr' verursachen könnten." Mihalic sagte daraufhin:

Die Menschen verlieren nicht dadurch ihr Vertrauen in die Institutionen, dass solche Diebstähle vorkommen, sie verlieren es, wenn Behörden versuchen, diese Vorgänge unter den Teppich zu kehren.

Erinnerungen an den Munitionsdiebstahl von 2014 werden wach. Damals wurden 32.981 Schuss Munition gestohlen. Täter konnten nicht ausfindig gemacht werden. Die Debatte um Rechtsextremismus in der Bundeswehr wurde durch den ehemaligen Oberleutnant Franco A. ausgelöst. A. wollte mit einem Komplizen Anschläge auf Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verüben und es so aussehen lassen, als hätten Flüchtlinge die Taten begangen.

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