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Aus Angst vor USA: Kein Kerosin für iranische Delegation in München - Bundeswehr musste anrücken

Aus Angst vor USA: Kein Kerosin für iranische Delegation in München - Bundeswehr musste anrücken
Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif während einer Sitzung der Vereinten Nationen im UN-Hauptquartier in New York.
Israels Premier warnte auf der Münchner Sicherheitskonferenz einmal mehr vor dem Iran. Fast hätte dessen Außenminister mit seiner Delegation nicht nach München reisen können, Mineralölkonzerne verweigerten die Betankung. Die Bundeswehr kam zur Hilfe.

Mineralölanbieter hatten im Vorfeld der Anreise des iranischen Außenministers erklärt, eine Betankung des Airbus aus Teheran zu verweigern. Alle Versuche des iranischen Generalkonsulats München, einen Partner zur Betankung des Flugzeugs der iranischen Delegation zu finden, scheiterten.

Der Flughafen von München kann selbst keinen Treibstoff verkaufen, sondern ist auf die externen Mineralölunternehmen angewiesen. Diese hatten sich allesamt verweigert. WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung berichten, dass letztendlich die Luftwaffe die Betankung übernahm, nachdem das Auswärtige Amt um Hilfe gebeten hatte. Dafür musste die Bundeswehr einen Antrag stellen, um eine "Fremdbetankung" durchführen zu dürfen. Vonseiten des Auswärtigen Amtes gab es keinen Grund, die Betankung zu verweigern. 

Wolfgang Irschinger, Leiter der Sicherheitskonferenz, gegenüber dem Medienverbund

Was immer man von Sanktionen halten will, hier hätten sie beinahe dazu geführt, dass wir in einer gefährlichen Lage nicht einmal mehr miteinander reden können.

Iran droht mit Aufkündigung des Atomabkommens

Die Mineralölunternehmen aber hatten ihrerseits Angst, nach einer allfälligen Betankung selbst zum Ziel von US-Sanktionen zu werden. Dabei endete die Übereinkunft zur Nicht-Betankung iranischer Flugzeuge in Europa mit dem Abschluss des Nuklearabkommens im Jahr 2015. Dem Nuklearabkommen droht nun eine Aufkündigung durch die Iraner selbst. Sie sehen damit im Zusammenhang stehende Auflagen verletzt, denn besonders Banken boykottieren weiterhin den Iran, weil sie die Repressalien aus Washington fürchten. 

Irans Außenminister Dschawad Sarif sprach nach Israels Premierminister Benjamin Netanjahu auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Der israelische Regierungschef bezeichnete den Iran abermals "als größte Bedrohung für diese Welt". Während seiner Rede füllte die Luftwaffe den Airbus mit 17.000 Litern Kerosin. 

Der stellvertretende iranische Außenminister Abbas Araghchi sprach von einer inakzeptablen Situation für sein Land: 

Das [Atom-]Abkommen wird auf diese Art nicht überleben, wenn das Ultimatum verstreicht und Verzichtserklärungen verlängert werden. Wenn die gleiche Politik der Verwirrung und der Unsicherheit über den JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action) anhält, wenn Firmen und Banken nicht mit dem Iran arbeiten, dann können wir nicht in einem Abkommen bleiben, das für uns keine Vorzüge hat. 

Beinahe wäre es in München darob zu einem Eklat gekommen. 

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