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Parteien-Krise: SPD und Unionsparteien verlieren weiter in Umfragen

Parteien-Krise: SPD und Unionsparteien verlieren weiter in Umfragen
Bei der SPD bröckelt nicht nur die Fassade, sondern das ganze Gebäude steht kurz vor dem Kollaps, könnte man angesichts der Umfrage-Werte meinen.
Auch der Verzicht von Noch-Parteichef Martin Schulz auf das Amt des Außenministers hilft der SPD nicht aus dem Umfrage-Tief. Im aktuellen INSA-Meinungstrend für "Bild" fällt die Partei sogar um einen halben Punkt. Jetzt liegt sie nur noch bei 16,5 Prozent.

Damit liegt die SPD der Umfrage nach nur noch 1,5 Prozentpunkte vor der AfD, die mit 15 Prozent drittstärkste Partei bleibt. Auch CDU/CSU verlieren einen Punkt und liegen demnach bei 29,5 Prozent. Gemeinsam kommen CDU/CSU und SPD damit nur noch auf 46 Prozent. Eine Große Koalition hätte, wie im INSA-Meinungstrend eine Woche zuvor, weiterhin keine Mehrheit mehr. Ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Grünen hingegen käme wie in der Woche zuvor auf 53 Prozent.

Karnevalistische Andrea-Nahles-Interpretation, Düsseldorf, Deutschland, 12. Februar 2018.

Bei Bundestagswahlen hatte die SPD nie so einen niedrigen Wert erreicht. Das letzte Mal, dass die SPD bei einer nationalen Wahl unter 17 Prozent der Stimmen erhielt, war bei den Reichstagswahlen im Jahr 1887 - also vor etwa 130 Jahren. Damals hieß der (Reichs-)Kanzler Otto von Bismarck, es gab einen Kaiser und Friedrich Engels, langjähriger Mitstreiter von Karl Marx, lebte noch. Zudem waren die so genannten Sozialistengesetze in Kraft, die die SPD halb in den Untergrund getrieben hatten. Sogar bei den Wahlen im März 1933 - zu dem Zeitpunkt regierte Adolf Hitler schon seit einem Monat - konnte die SPD trotz nationalsozialistischer Repressalien immer noch 18,3 Prozent der Wähler für sich gewinnen. 

In den Umfragen erhalten die Genossen seit etwa Anfang 2013 regelmäßig unter 30 Prozent. Mehr als 30 Prozent konnte sich die SPD zuletzt unter Gerhard Schröder im Jahr 2005 sichern. Damals erhielt die älteste im Parlament vertretene Partei Deutschlands bei der vorgezogenen Bundestagswahl im September des Jahres 34,2 Prozent der Zweitstimmen.

Für die CDU/CSU sieht es nur marginal besser aus. Mit 29,5 Prozent würde sie, wenn am Sonntag Wahlen wären, das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte einfahren. Annähernd schlecht waren nur ihre Ergebnisse bei der ersten Bundestagswahl 1949 (31 Prozent) und bei der Wahl im September letzten Jahres (32,9 Prozent). Bei den vorletzten Bundestagswahlen im September 2013 konnten sich die Unionsparteien zusammen noch rund 41,5 Prozent sichern.

(rt deutsch/dpa)

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