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Merkel würdigt verstorbenen Ex-Minister: Wolfgang Clement hat "große und bleibende Dienste erwiesen"

Merkel würdigt verstorbenen Ex-Minister: Wolfgang Clement hat "große und bleibende Dienste erwiesen"
Wolfang Clement am 26. Juli 2004.
Am Sonntag starb der 80-jährige ehemalige NRW-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement im Kreise seiner Familie in Bonn. Die Bundesregierung würdigte dessen entscheidende Rolle bei der "Agenda 2010", den umstrittenen Sozialreformen unter Kanzler Gerhard Schröder.

Als "Superminister" für Wirtschaft und Arbeit verhalf Clement mit den sogenannten Hartz-Reformen Deutschland aus der Wirtschaftsrezession. Zwar sorgte die "Agenda 2010" tatsächlich dafür, dass die Arbeitslosigkeit sank, dafür schaffte sie einen riesigen Niedriglohnsektor in Deutschland. Dieser als "Sündenfall" der SPD stark in der Kritik stehende Sozialabbau führte schließlich dazu, dass Wolfgang Clement 2008 nach 38 Jahren "kurz entschlossen und tief gekränkt" aus der Partei austrat und sich seitdem für die FDP engagierte.

Nach seinem Ausscheiden aus der Regierung 2005 und dann auch aus der SPD-Führung startete Clement in seinen "dritten beruflichen Lebensabschnitt". Er ging in die Wirtschaft, wurde Aufsichtsrat der RWE Power und übernahm einen Posten beim Leih- und Zeitarbeitskonzern Adecco.

Mit Bestürzung reagierten am Sonntag viele Politiker, als Clements Familie dessen Tod bekannt gab. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte über ihren Sprecher Steffen Seibert, dass dieser "unserem Land große und bleibende Dienste erwiesen hat". Er habe "viel dazu beigetragen, notwendigen wirtschaftlichen Strukturwandel und die Belange der arbeitenden Menschen miteinander in Einklang zu bringen".

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) erklärte, dass er als "streitbarer Sozialdemokrat unser Land entscheidend geprägt" habe.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte:

Mit Wolfgang Clement verliert unser Land einen großen Patrioten, dem es nicht um Ideologie, sondern um Arbeitsplätze und Menschen ging.

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