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Wegen Dannenröder Forst: "Solidarische autonome Kleingruppe" markiert über 200 Autos "zum Abfackeln"

Wegen Dannenröder Forst: "Solidarische autonome Kleingruppe" markiert über 200 Autos "zum Abfackeln"
Eine Sitzblockade von Aktivisten wird am 21. September 2020 im Dannenröder Forst aufgelöst. Es kam zu Protesten wegen der angedrohten Rodung eines Teils des Waldes für den Ausbau der Autobahn 49.
Mehr als 200 Autos wurden in Gießen mit roter Farbe markiert. Eine "solidarische autonome Kleingruppe" soll dahinter stehen. Es handele sich um "Freigabemarkierung zum Abfackeln". Hintergrund soll eine angedrohte Räumung im Dannenröder Forst sein. Die Polizei ermittelt.

Die Zahl der beschädigten Fahrzeuge ist inzwischen auf über 200 gestiegen. In der Nacht von Montag auf Dienstag hatten in der hessischen Stadt Gießen bislang unbekannte Täter im Stadtgebiet Fahrzeuge mit einem "X" in roter Farbe versehen. Nach Angaben der Polizei wurde das rote "X" vermutlich mit Lack aufgebracht und sei entsprechend nicht abwaschbar.

Wie es in einer Pressemitteilung der Polizei heißt, hätte sich eine "solidarische autonome Kleingruppe" zu dieser Aktion bekannt. Demnach stünden die "Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit dem Protest gegen den Weiterbau der A49". Bei dem roten "X" solle es sich um "Freigabemarkierungen zum Abfackeln" handeln. Die Autos würden als Erste "platt" gemacht, wenn die Räumung im Dannenröder Forst beginne, heißt es demnach in einer E-Mail, die an verschiedenste Medien versandt worden sein soll. Auch auf dem linken Onlineportal Indymedia soll am Dienstag ein sogenanntes "Bekennerschreiben" veröffentlicht worden sein, sei aber inzwischen wieder von dort verschwunden.

Der entstandene Schaden und das Drohen richten sich offenbar gegen unbeteiligte, zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger. Mit einem demokratisch legitimierten Eintreten für den Wald gegen einen Ausbau der A49 haben diese Straftaten nichts zu tun", heißt es seitens der Polizei Mittelhessen. 

Trotz des benannten Bezuges zum Protest gegen den Ausbau der A49 würden die Ermittlungen der Kriminalpolizei in alle Richtungen laufen. 

Die Höhe des entstandenen Schadens kann noch nicht beziffert werden. Die Polizei schätzt jedoch, dass dieser "im hohen fünfstelligen oder im niedrigen sechsstelligen Bereich" liegen könnte, heißt es in einem Bericht der Gießener Allgemeinen. Es sollen bei der Aktion zwei Arten von Farben verwendet worden sein, erklärte ein Mitarbeiter eines lokalen Karosserie- und Lackierzentrums gegenüber Hit Radio FFH.

Sondereinsatzkräfte der Polizei im Hambacher Forst in Kerpen-Buir bei Köln, Deutschland, 14. September 2018

Demnach wurden einige Autos mit einer "relativ leicht" wegzupolierenden Farbe beschmiert. Bei anderen Fahrzeugen kam jedoch rote Metallic-Lackfarbe zum Einsatz, deren Beseitigung größeren Aufwand erfordere. Die Schadenssumme bei manchen Fahrzeugen kann laut Bericht bis zu 3.000 Euro betragen. 

Mit dieser Aktion wollten linke Umweltaktivisten offenbar gegen die Rodung im Dannenröder Forst protestieren. Ein Teil des Waldes soll dem Ausbau der Autobahn 49 zum Opfer fallen. Der geplante Teilabschnitt der Autobahn führt von Stadtallendorf nach Gemünden (Felda). Vorgesehen ist, dass dafür etwa 64 Hektar Wald gefällt werden, davon 27 Hektar im Dannenröder Forst. Vor mehreren Monaten hatten Umwelt- und Klimaaktivisten Baumhäuser gebaut und Barrikaden errichtet.

Bereits vergangene Woche kam es zu einer ersten größeren Konfrontation zwischen Polizei und Waldbesetzern. Am Mittwoch traf die Polizei ein, um die Barrikaden von den Rettungs- und Zufahrtswegen zu entfernen. Eine Räumung der Baumhäuser, in denen sich die Aktivisten eingerichtet hatten, war hingegen nicht geplant. Zwei Aktivisten wurden festgenommen, als sie versucht hätten, an ein Kranfahrzeug zu gelangen, sagte ein Polizeisprecher. 

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