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Tesla will noch einmal 100 Hektar Wald roden

Tesla will noch einmal 100 Hektar Wald roden
90 Hektar Wald wurden auf dem Baugelände von Tesla in Grünheide bereits gerodet. Jetzt sollen noch einmal 100 Hektar dazukommen.
Bislang wurde eine Waldfläche von 90 Hektar für die Tesla-Fabrik bei Grünheide gerodet, jetzt sollen nochmals 100 Hektar für eine Autobahnauffahrt hinzukommen. Laut Freien Wählern liegt die Waldfläche in einem Naturschutzgebiet. Streit ist vorprogrammiert.

Der US-Elektroautobauer Tesla will für seine Fabrik in Grünheide bei Berlin weiteren Wald roden lassen. Die Prüfung dazu laufe, sagte der Referatsleiter Immissionsschutz im Umweltministerium, Frank Beck, im Wirtschaftsausschuss des Landtags.

Rund 90 Hektar Wald wurden auf dem 300-Hektar-Gelände bisher gerodet. Nach den Plänen von Tesla sollen noch rund 100 Hektar hinzukommen. Benötigt werden soll die Fläche für eine neue Autobahnauffahrt nahe der Fabrik.

Weshalb eine zusätzliche Ausfahrt?

Fraglich ist allerdings, weshalb Tesla überhaupt eine zusätzliche Autobahnauffahrt benötigt. Das Gelände grenzt direkt an die Autobahn 10 (östlicher Berliner Ring). Die Ausfahrt "Freienbrink" liegt in unmittelbarer Nähe zur Baustelle.

Die Prüfung läuft, so Beck.

Derweil gibt es Kritik an den neuen Tesla-Rodungsplänen. Der Freie-Wähler-Abgeordnete Philip Zeschmann sagte: "Nach meiner Kenntnis sind die Baumfällarbeiten, die da beantragt werden, auf Flächen von Naturschutzgebieten." Ein Sprecher des Ministeriums wies das jedoch zurück. "Alle Flächen für weitere Fällungen (...) befinden sich innerhalb des Bebauungsplangebiets und damit nicht innerhalb eines Naturschutzgebietes", erklärte er und bezog sich auf die vorläufige Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz.

Rodung ohne Genehmigung

Die Baumfällungen für die Autobahnauffahrt will Tesla nach Informationen von rbb24 erneut über einen Antrag auf vorzeitigen Baubeginn erreichen. Auch den Rohbau der Fabrik errichtete Tesla bisher mit vorläufigen Genehmigungen – und damit auf eigenes Risiko. Sollte das Unternehmen nicht wie geplant bis Ende des Jahres eine endgültige Genehmigung erhalten, müsste zurückgebaut werden.

Mit einer endgültigen Genehmigung rechnet Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) noch vor dem Jahresende. Am 23. September findet in Erkner zunächst eine öffentliche Anhörung zum Verfahren statt – insgesamt sind 406 Einwendungen zu dem Projekt eingegangen. In Grünheide baut Tesla seine erste Fabrik in Europa. Dort sollen ab Sommer 2021 rund 500.000 Autos im Jahr hergestellt werden.

Mehr zum Thema - Tesla-Fabrik: Gericht hebt Rodungsstopp in Grünheide auf

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