icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

"Politisch motivierte Zahlen": Kubicki kritisiert RKI scharf

"Politisch motivierte Zahlen": Kubicki kritisiert RKI scharf
In der Kritik: Lothar Wieler am Dienstag in Berlin
Schon länger gibt Kritik an den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) und den Empfehlungen, die dieses daraus ableitet. Nun bezeichnete FDP-Vize Wolfgang Kubicki die RKI-Zahlen als eher "politisch motiviert" denn wissenschaftlich fundiert.

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat das Robert Koch-Institut und seinen Präsidenten Lothar Wieler wegen der regelmäßig verbreiteten Corona-Zahlen scharf kritisiert. Diese "vermitteln eher den Eindruck, politisch motivierte Zahlen zu sein als wissenschaftlich fundiert", sagte Kubicki am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Mehr zum Thema - Live-Updates: Aktuelles über die Corona-Krise in Deutschland und der Welt

Er wies insbesondere auf die Reproduktionszahl hin, die nach RKI-Angaben bundesweit von 0,9 auf 1,0 gestiegen ist. Während Ministerpräsident Markus Söder für Bayern, das Land mit den meisten Infektionen, einen R-Wert von 0,57 verkünde, melde das RKI bundesweit einen Wert von 1, sagte Kubicki:

Woher dieser Wert bei sinkenden Infektionsraten kommen soll, erschließt sich nicht einmal mehr den Wohlmeinendsten.

Dass Wieler auf einen Methodenwechsel bei der Berechnung des Wertes und nunmehr auf seine abnehmende relative Bedeutung hinweise, sei erstaunlich. Kubicki weiter:

Es trägt nicht dazu bei, die täglichen Wasserstandsmeldungen des Instituts noch für seriös zu halten.

Der Direktor des Robert Koch-Instituts Prof. Dr. Lothar Wieler bei einer Pressekonferenz.

Hinzu komme, dass die vom Helmholtz-Zentrum und der TU Ilmenau ermittelten Werte deutlich von den Schätzungen des RKI abwichen, so Kubicki, der auch Vizepräsident des Bundestags ist:

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Der R-Wert des RKI steigt ausgerechnet zur Konferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten, bei der vor weiteren Lockerungen gewarnt werden soll.

Die Reproduktionszahl gibt das Verhältnis von in zwei aufeinander folgenden Zeitintervallen neu registrierten (testpositiven bzw. mutmaßlich testpositiven) Corona-Fällen an. Die Falldefinition des RKI (Stand 24.03.2020) umfasst nicht nur Testpositive, sondern auch deren Kontaktpersonen. Diese Rate liegt nun bei 1,0 – damit gibt es keine Veränderungen in der Entwicklung der neu registrierten Corona-Fälle.

Die Größe ist ein wichtiger Faktor bei den Beratungen von Bund und Ländern über weitere Lockerungen der coronabedingten Beschränkungen.

Mehr zum Thema - Worte, Zahlen, Bilder, "Nachrichten" – zur "verlässlichen Faktenlage" in der Corona-Krise

rt/dpa

Folge uns aufRT
RT
Trends: # Corona-Pandemie
Kriegstrauma loslassen lernen

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen