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Bananenblätter statt Plastik: Supermärkte in Asien stellen auf umweltfreundlich um

Bananenblätter statt Plastik: Supermärkte in Asien stellen auf umweltfreundlich um
Bananenblätter statt Plastik: Supermärkte in Asien stellen auf umweltfreundlich um (Symbolbild)
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verschmutzung der Ozeane mit Plastikmüll greifen Märkte in Thailand und Vietnam auf alte Traditionen zurück. Statt der umweltschädlichen Verpackung werden dort Bananenblätter verwendet. Wird die Maßnahme zu einem regionalen Trend?

Supermarktketten in Thailand und Vietnam haben einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu den sauberen Ozeanen getan. Statt Einwegverpackungen aus Plastik werden dort Bananenblätter genutzt. Im Unterschied zu Plastiktüten vermodern die Blätter dann irgendwann auf natürliche Weise, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. In Supermärkten gibt es oft Plastik sogar doppelt und dreifach: Bananen zum Beispiel sind normalerweise mit Plastikband verklebt und in eine Plastiktüte verpackt. An der Kasse gibt es dann eine weitere Tüte.

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Hinter der Neuerung, die übrigens eine alte Tradition hat, steht der Supermarkt Rimping im nordthailändischen Chiangmai: Das Geschäft hat seine Initiative in einem Facebook-Beitrag publik gemacht. "Die Sachen werden dann zwar etwas schneller alt, aber wir kehren trotzdem nicht zu Plastik zurück", erklärte Geschäftsführer Atitarn Srisa-nga der Deutschen Presse-Agentur.  

Da die Reaktionen positiv ausfielen, griffen mehrere Läden in Vietnam, darunter in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt, die Idee auf. Wie ein Sprecher von Lotte Market in Ho-Chi-Minh-Stadt mitteilte, werde die Plastikverpackung durch Bananenblätter bislang nur im Rahmen eines Experiments ersetzt. Man habe jedoch vor, die umweltfreundliche Initiative auf das ganze Land auszudehnen.

Eine Plastikflasche am Strand von Ao Phrao, auf der Insel Ko Samet, Thailand.

Gleichzeitig experimentiert die thailändische Supermarktkette Big C mit Sitz in Bangkok mit biologisch abbaubaren Tüten aus Mais. Thailand ist einer der größten Verursacher von Plastikmüll. Nach einer Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace produziert das Königreich pro Jahr mehr als eine Million Tonnen. In einer weltweiten Statistik der schlimmsten Ozean-Verschmutzer liegt es auf Platz sechs. Laut einer anderen ähnlichen Erhebung, die die University of Georgia im Jahr 2010 durchgeführt hat, belegt Thailand Platz sieben. Im selben Ranking hat Vietnam mit Platz vier noch schlechter abgeschnitten.  

Der Kampf gegen Plastikmüll wird auch in anderen asiatischen Ländern mit harten Mitteln geführt. So sind in Südkorea Plastiktüten bereits verpönt, und auch in China geht man seit dem Jahr 2008 dagegen vor. Singapur führt Webekampagnen durch, damit die Bürger auf Plastikverpackungen verzichten.

(dpa/rt deutsch)

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