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Russland und USA wollen gemeinsam nach Leben auf der Venus suchen

Russland und USA wollen gemeinsam nach Leben auf der Venus suchen
Es besteht eine gute Chance, dass einfache Bakterien die Atmosphäre der Venus bevölkern, erklären russische Wissenschaftler gegenüber Medien. Eine für 2026 geplante Raumfahrtmission Russlands gemeinsam mit den USA soll in den Wolken des Nachbarplaneten nach Spuren von Leben suchen.

Die Venus ist der heißeste Planet im Sonnensystem. Die Temperaturen an ihrer Oberfläche können bis zu 465 Grad Celsius erreichen. Einfache Lebensformen könnten jedoch in der Atmosphäre noch immer vorhanden sein, so Ljudmila Sasowa, Ko-Vorsitzende des russisch-amerikanischen Gemeinschaftsprojekts "Venera-D" ("Venus-D").

Symbolbild.

Die Wolken über der Venus bestehen hauptsächlich aus Schwefelsäure, aber auch zu 15 bis 20 Prozent aus Wasser, erklärte die Wissenschaftlerin und fügte hinzu, dass Temperatur und atmosphärischer Druck in der unteren Schicht der Wolkendecke denen auf der Erde ähnlich sind.

Seit mehr als 30 Jahren gelang es nicht mehr, einen weiteres autonomes System auf der Venus landen zu lassen, nachdem das der Sowjetunion 1970 mit der Landung von "Venera 7" auf der Venusoberfläche erstmals gelang und die Sonden "Venera 8" bis "Venera 14" ("Venera 11" war misslungen) und schließlich die nachfolgende Generation, die Schwestersonden "Vega 1" und "Vega2" im Juni 1985, letztmalig auf der Venusoberfläche Oberfläche landeten. Das Programm "Venera-D" wagt es nun, sich dieser Aufgabe neuerlich zu stellen. Seit fast zwei Jahrzehnten wird das Projekt von Russland vorbereitet und geleitet. Seit 2015 beteiligt sich auch die NASA daran, und es wurde daher ein gemeinsames Forschungsteam gebildet.

Neben einer Landeeinheit soll die Mission auch mit einem Orbiter und einer Langzeitstation auf einer atmosphärengestützten Plattform ausgestattet werden. Letztere, so die russische Ko-Vorsitzende Ljudmila Sasowa, würde auch ein spezielles Mikroskop tragen, um nach Spuren von Bakterienleben in der Atmosphäre des Planeten zu suchen.

Viele technische Details des gesamten Programms sind jedoch noch nicht abschließend definiert. "Wir sind noch in der Traum-Phase", sagte Tracy Gregg, ebenfalls Ko-Vorsitzende des US-Russischen Komitees für Venera-D. Sie fügte hinzu, dass "der frühestmögliche Starttermin, den wir erwägen, im Jahr 2026 liegt. Und wer weiß, ob wir das einhalten können."

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