"Uns erwartet schlimmere Zukunft als auszusterben": Russischer Wissenschaftler hat düstere Prognose

"Uns erwartet schlimmere Zukunft als auszusterben": Russischer Wissenschaftler hat düstere Prognose
Ein russischer theoretischer Physiker hat unserer Zivilisation eine beängstigende Zukunft vorausgesagt. Sie könnte noch schlimmer ausfallen als ein etwaiges Aussterben der Menschheit. Der Wissenschaftler skizzierte seine düstere Vorhersage in einem Artikel.

Alexander Berezin, ein vielzitierter Wissenschaftler der russischen Nationalen Universität für elektronische Technologieforschung, stellt diese erschreckende These in seinem neuesten Artikel "Zuerst rein, zuletzt raus: eine Lösung für Fermis Paradoxon" zur Debatte.

Überreste der Explosion eines Sterns, 23. Januar 2015.

Das Fermi-Paradoxon ist ein Widerspruch, der Wissenschaftler seit Jahren beschäftigt und frustriert. Grundidee ist folgendes Gedankenspiel: Da das Universum riesig ist, ist es praktisch sicher, dass es irgendwo außerirdische Lebensformen gibt. Aber warum hat die Menschheit bisher von diesen keinerlei Spuren entdecken können?

Berezin geht davon aus, dass außerirdische Zivilisationen möglicherweise noch nicht das technologische Niveau erreicht haben, um von unseren Sensoren wahrgenommen zu werden - etwa die Raumfahrt oder interstellare Kommunikation.

Der russische Spitzenwissenschaftler sagt auch, dass die Zivilisationen, denen das interstellare Reisen zuerst gelingt, den Anspruch haben müssten, "alle Konkurrenz zu beseitigen, um ihre eigene Expansion anzukurbeln". Oder mit anderen Worten: Wer den anderen zuerst findet, dem gehört die Macht im Universum.

Während diese Jeder-gegen-jeden-Theorie moralisch verwerflich scheinen mag, erklärt Berezin, dass die totale Zerstörung anderer Lebensformen wahrscheinlich keine bewusste Auslöschung sein wird.

Sie werden es einfach nicht bemerken, genauso wie ein Bauteam einen Ameisenhaufen zerstört, um ein Haus zu bauen, weil es keine Anreize zu dessen Schutz gibt", schreibt Berezin.

Berezin hat aber auch erleichternde Einsichten: Weil "wir hier sind, unser Planet und unser Stern relativ intakt sind und wir bereits über die ersten interstellaren Sonden nachdenken", werden wir in diesem Szenario wahrscheinlich der Bautrupp sein.

Berezin gibt zu, dass er "hofft, falsch zu liegen" hinsichtlich der entmutigenden Möglichkeit, ausgerechnet die Lebensform zu zerstören, nach der wir schon lange suchen.

Die einzige Erklärung ist die Anrufung des anthropischen Prinzips: Wir sind die ersten, die das interstellare Stadium erreichen und wahrscheinlich werden wir als letzte gehen", sagt der Wissenschaftler.

Der Artikel ist im digitalen Archiv von ArXiv erschienen, muss aber noch von anderen Wissenschaftlern begutachtet werden.

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