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Keine Transgender-Rolle: Halle Berry macht Rückzieher nach Kritik

Keine Transgender-Rolle: Halle Berry macht Rückzieher nach Kritik
Die Schauspielerin Halle Berry verkörperte 2004 im gleichnamigen Film eine "Catwoman" (Filmplakat im Hintergrund). Sie ist aber keine Katze – Skandal!
Wie gut, dass Flaubert schon seine "Madame Bovary" geschrieben und Tolstoi bereits seine "Anna Karenina" erschaffen hat. Heute würde man sie dafür, "in die Rolle einer Frau geschlüpft zu sein", niedermachen. Den Furor von LGBT-Aktivisten bekam nun auch Oscarpreisträgerin Halle Berry zu spüren.

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Die US-amerikanische Schauspielerin Halle Berry will sich nach heftiger Kritik aus der LGBT-Ecke nun doch nicht um eine Transgender-Rolle bemühen. Berry zeigte sich "einsichtig" und erklärte auf Twitter, als "Cisgender-Frau" verstehe sie jetzt, dass sie diese Rolle nicht hätte in Betracht ziehen sollen.

Wer sich als Cisgender oder Cis-Mensch bezeichnet, identifiziert sich laut LGBT-Definition mit dem Geschlecht, das ihm oder ihr bei der Geburt zugewiesen wurde. "Die Transgender-Community sollte ohne Zweifel die Gelegenheit haben, ihre eigenen Geschichten zu erzählen", schrieb Berry als weitere Begründung.

Zuvor hatte die Schauspielerin am vergangenen Freitag in einem Interview auf der Plattform Instagram von ihrer nächsten möglichen Rolle erzählt: "Sie ist eine Frau, die sich in einen Mann gewandelt hat." Weiter sagte Berry: "Das ist eine Frau. Das ist eine weibliche Geschichte." Sie wolle das "warum" und "wie" verstehen, "diese Welt" erleben, verstehen und tief in sie eintauchen.

Kaum war das Interview publik, schalteten sich sofort selbsternannte Verteidiger der LGBT-Rechte ein und warfen Berry vor, zu "misgendern" – also das Ansprechen mit dem falschen Geschlecht, das Betroffene als verletzend empfinden können. Transgender bräuchten Berry nicht, um für sie zu sprechen, wurde sie etwa in den Kommentaren auf Instagram unter anderem kritisiert. Oder auch: Es gebe genügend Transmänner, die die Rolle spielen könnten.

Berry schrieb, sie wolle sich für ihre Äußerungen entschuldigen. Sie sei dankbar für die "Anleitung" und die kritischen Gespräche. Sie werde weiterhin zuhören und aus dem Fehler lernen. "Ich gelobe, ein Verbündeter zu sein und meine Stimme einzusetzen", schrieb sie bei Twitter. Die queere US-Organisation GLAAD begrüßte die Selbstkasteiung auf Twitter:

Wir freuen uns, dass Halle Berry auf die Bedenken von Transgender-Menschen gehört und von ihnen gelernt hat. Andere mächtige Menschen sollten das Gleiche tun.

Doch nicht alle sehen das so. Der bekannte Dramaturg und Autor Bernd Stegemann, ein vehementer Kritiker der sogenannten "Identitätspolitik", twitterte am Dienstag:

Wer hat's gesagt? 'Ich bin dankbar für die Orientierungshilfe und die kritischen Kommentare der letzten Tage und werde weiterhin zuhören und aus diesem Fehler lernen' a. N. Bucharin bei stalinschem Schauprozess? b. H. Berry auf Twitter, weil sie eine Trans-Person spielen wollte?

In der Tat bestand der Reiz der Schauspielerei bis jetzt genau darin, eine Rolle zu verkörpern. Doch vermutlich wird man sich in Zukunft damit abfinden müssen, dass die Grenze zwischen Rolle und Schauspieler aufgehoben wird.

Am besten Spielfilme gleich ganz verbieten und nur noch Dokumentationen drehen.

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