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Neue Aktenfunde belegen: Papst Pius XII. wusste von Holocaust – und unternahm nichts

Neue Aktenfunde belegen: Papst Pius XII. wusste von Holocaust – und unternahm nichts
Pius XII. (bürgerlicher Name Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli) wurde am 2. März 1876 in Rom geboren und war von 1939 bis zu seinem Tode in Castel Gandolfo am 9. Oktober 1958 Papst.
Laut einem Beitrag in der "Zeit" sollen neue Aktenfunde im Vatikan belegen, dass Papst Pius XII. persönlich über den Holocaust informiert war. Mehr noch: Die katholische Kirche soll zudem auch Informationen über den Massenmord unterschlagen haben.

Wie Die Zeit berichtet, war Papst Pius XII. anscheinend deutlich besser über den Holocaust informiert als bisher bekannt. Ein Forscherteam um den deutschen Kirchenhistoriker Hubert Wolf soll mithilfe der vatikanischen Archive, die Anfang März dieses Jahres geöffnet wurden, rekonstruiert haben, dass der Papst persönlich am 27. September 1942 die brisanten Informationen erhielt.

Im September 1942 sollen ihm seine Mitarbeiter einen Bericht des US-amerikanischen Botschafters beim Vatikan Myron Charles Taylor vorgelegt haben, der Gräueltaten der Deutschen belegt habe. In diesem geht es mutmaßlich um die Liquidierung des Warschauer Ghettos und die Verschleppung Hunderttausender in Konzentrationslager. Das Kirchenoberhaupt soll über Massenhinrichtungen und Massaker in Ostpolen sowie den besetzten russischen Gebieten informiert gewesen sein. In dem Bericht hieß es, dort sei "kein einziger Jude mehr am Leben".

Der Auftrag, den Papst zu informieren, soll vom damaligen US-Präsident Franklin D. Roosevelt selbst gestammt haben. Offenbar in der Hoffnung auf öffentlichen Protest des Geistlichen.

Das Forscherteam kann laut dem Bericht der Zeit (Bezahlschranke) zudem belegen, dass der Vatikan eigene Informationen über den Holocaust unterschlagen habe. Die USA hätten den Papst um Bestätigung der jüdischen Schreckensberichte gebeten. Doch obwohl der Vatikan zu diesem Zeitpunkt bereits aus eigener kirchlicher Quelle um die Judenvernichtung wusste – der Erzbischof von Lemberg hatte im August 1942 von mehreren hunderttausend Ermordeten berichtet –, hielt die Kirche diese Informationen zurück.

Schlimmer noch, es gab offenbar sogar Misstrauen gegenüber den Juden als Informationsquelle: In einer Stellungnahme von Angelo Dell'Acqua aus dem vatikanischen Staatssekretariat soll es heißen, es sei "erforderlich, sich zu versichern", dass die Informationen über die Morde "der Wahrheit entsprechen, weil es auch unter den Juden leicht zu Übertreibungen kommt".

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