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Nach Angriffen auf Sputnik-Mitarbeiter in Ankara: Chefredakteur des türkischen Büros festgenommen

Nach Angriffen auf Sputnik-Mitarbeiter in Ankara: Chefredakteur des türkischen Büros festgenommen
Nach Angriffen auf Sputnik-Mitarbeiter in Ankara: Polizei soll Journalisten festgenommen haben (Symbolbild)
Am späten Samstagabend sind drei Mitarbeiter der russischen Nachrichtenagentur "Sputnik" in ihren Wohnungen in Ankara von türkischen Nationalisten bedroht worden. Die Journalisten wollten danach eine Anzeige erstatten, wurden aber anscheinend selbst festgenommen.

Das russische Außenministerium hat die türkischen Behörden aufgefordert, die Situation um drei Mitarbeiter des türkischen Büros der Nachrichtenagentur Sputnik zu klären und die Sicherheit der Journalisten zu gewährleisten. Nach Angaben des Ministeriums erschwert sich der Vorfall dadurch, dass sich derzeit niemand mit den drei Sputnik-Mitarbeitern in Verbindung setzen kann. Sie sollen sich seit der Nacht zum Sonntag in den türkischen Sicherheitsbehörden befinden.

Die drei Journalisten wurden am späten Samstagabend zwischen 22:30 Uhr und 23:00 Uhr von mehreren Unbekannten bedroht. Die Angreifer versuchten, in die Wohnungen der Sputnik-Mitarbeiter einzudringen. Die organisierten Gruppen bestanden aus jeweils mindestens zehn Menschen. Dabei riefen sie nationalistische Parolen aus. Wegen ihrer beruflichen Tätigkeit wurden die Medienschaffenden als "Verräter des Vaterlandes" beschimpft. Zum Glück wurde dabei niemand verletzt. Die Angreifer flohen, bevor die türkische Polizei eintraf. Daraufhin gingen die Journalisten zur Polizei, um eine Anzeige zu erstatten.

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Die Chefredakteurin von Sputnik und RT, Margarita Simonjan, forderte die lokalen Behörden auf, den Vorfall zu ermitteln. Am Sonntag teilte sie jedoch mit, dass man seit mehreren Stunden keine Verbindung mit den Journalisten bekomme.

Die örtliche Zeitung Sözcü  berichtete später, dass die Polizei die drei Sputnik-Journalisten festgenommen hatte. Der Grund soll ein Artikel mit dem Titel "Gestohlene Provinz: Warum Frankreich vor 80 Jahren der Türkei einen Teil Syriens übergeben hat".

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Das russische Medienunternehmen wandte sich bereits an Journalistenverbände und Menschenrechtsorganisationen, um auf die Festnahme seiner Mitarbeiter in der Türkei aufmerksam zu machen. OSZE-Beauftragter für die Freiheit der Medien, Harlem Désir, verurteilte die Angriffe auf die drei Sputnik-Journalisten und forderte die türkischen Behörden auf, die Sicherheit der ausländischen Korrespondenten zu gewährleisten.

Am Sonntagnachmittag kam die türkische Polizei ins Sputnik-Büro in Istanbul und forderte ein Treffen mit Vertretern des Medienunternehmens. Dabei nahmen die Agenten den Chefredakteur Mahir Boztepe fest. Er ist damit der vierte Sputnik-Mitarbeiter, den die türkischen Behörden am Sonntag abführten.

Außerdem durchsuchte die türkische Polizei das Sputnik-Büro in Istanbul. Die Beamten legten den entsprechenden Befehl vor. 

In der Nacht zum Freitag hatte vor dem Generalkonsulat Russlands in Istanbul eine Protestaktion stattgefunden. Vor dem Hintergrund einer Eskalation in Syrien riefen die Demonstranten antirussische Parolen aus und machten Moskau für den Tod mehrerer türkischer Soldaten in der nordsyrischen Provinz Idlib verantwortlich. In den sozialen Netzwerken der diplomatischen Vertretungen Russlands in der Türkei tauchten Drohkommentare auf. Am Donnerstag wurden die Vorkehrungen zum Schutz der russischen Botschaft in Ankara verschärft. (RIA Nowosti)

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