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Großbritannien: Häusliche Gewalt gegen Männer durch Frauen verdreifacht sich

Großbritannien: Häusliche Gewalt gegen Männer durch Frauen verdreifacht sich
Symbolbild: Mann bei der Hausarbeit, Bad Grund, Deutschland, 9. März 2019.
Waren es 2009 noch 27.762 registrierte Fälle häuslicher Gewalt gegen Männer, stieg diese Zahl im Jahr 2018 in Großbritannien auf 92.409. Die britische Polizei warnt, viele Männer trauten sich nicht, Übergriffe durch Frauen anzuzeigen. Zu groß sei das gesellschaftliche Stigma.

Die britische Polizei muss täglich in rund 2.000 Fällen wegen häuslicher Gewalt anrücken. Dabei steigt die Zahl der gewalttätigen Frauen. Die meisten der gemeldeten Fälle wurden mit 10.000 in West Yorkshire registriert. Die Polizei geht davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen weit höher als die 92.409 gemeldeten Fälle im Jahr 2018 sind. Männer scheuten sich, zur Polizei zu gehen, da in der Gesellschaft die Vorstellung herrsche, dass häusliche Gewalt lediglich Frauen betreffe. 

Symbolbild: Die spanische Aktivistin Jil Love bei einer Demonstration gegen Gewalt an Frauen, Mexiko, 27. Februar 2017.

Die Zahl der weiblichen Opfer von Gewalt in Beziehungen und im häuslichen Umfeld zwischen 16 und 74 Jahren  wird auf 1,6 Millionen geschätzt. 

NRW und Bayern wollen Gewalt gegen Männer "enttabuisieren"

In Nordrhein-Westfalen und in Bayern beschloss die Landesregierung, sich der Situation von Gewalt betroffenen Jungen und Männern zu widmen. Hierzu wird ein Landesaktionsplan erarbeitet, der neben einer Hotline die Einrichtung von Schutzwohnungen für betroffene Männer beinhaltet. Auch soll zum Thema "Gewalt gegen Männer" aufgeklärt werden, damit das Thema enttabuisiert wird.

Die NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach und Bayerns Familienministerin Kerstin Schreyer kritisierten, es gäbe kaum Hilfe für misshandelte Männer: 

Nordrhein-Westfalen und Bayern legen vor: Auch Männer sind von häuslicher Gewalt betroffen. Hilfe- und Schutzstrukturen gibt es bisher kaum. Dabei bieten sich Kooperationsmöglichkeiten über Ländergrenzen hinweg vor allem beim Aufbau einer Hilfehotline nebst Onlineberatung an. Die Hotline ist als erste Anlaufstelle für von Gewalt betroffene Männer gedacht. Ergänzt werden soll sie durch ein digitales Beratungsangebot. Darüber hinaus soll sie über bestehende Hilfeangebote informieren und entsprechende Kontaktdaten zur Verfügung stellen.

Im Juni 2018 wurde bereits eine Landeskoordinierungsstelle zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Männer eingerichtet. 

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