icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Österreich: Bank kündigt privates Konto von Martin Sellner

Österreich: Bank kündigt privates Konto von Martin Sellner
Martin Sellner im Dezember 2019
Dem Identitären-Chef Martin Sellner wurde von seiner Bank das Privatkonto gekündigt. Nach seinen Angaben war diese Kündigung bereits die siebzehnte dieser Art. Sellner zeigte sich genervt – und vermutete die Staatsanwaltschaft hinter dem Vorgehen der Banken.

Martin Sellner, Mitbegründer und Wortführer der neurechten "Identitären Bewegung", verfügt über kein österreichisches Bankkonto mehr. Wie Sellner in den sozialen Netzwerken und auf seiner Seite am Mittwoch verkündete, kündigte ihm die Direktbank Dadat sein privates Bankkonto per Einschreiben. Sellner betonte, das Konto nie öffentlich gemacht und nur für private Zwecke verwendet zu haben, etwa zum Zahlen seiner Miete.

Mehr zum Thema - Rechtsterrorismus oder Hexenjagd? Der Fall Martin Sellner

Nach Angaben des Identitären handelte es sich bei dem Konto bei der Dadat-Bank um das insgesamt 17. private Bankkonto, das ihm gekündigt worden sei. Hinzu kämen weitere Konten bei Finanzdienstleistern und sonstigen Anbietern von Dienstleistern im Netz. Sellners US-amerikanische Ehefrau veröffentlichte ebenfalls auf Twitter eine Liste dieser Firmen. 

In ihrem Kündigungsschreiben gab die Dadat-Bank keinen Grund für die Auflösung der Geschäftsbeziehung zu ihrem Kunden Sellner an. Dort heißt es lediglich:

Wir weisen darauf hin, dass geschäftspolitische Entscheidungen unsererseits nicht kommentiert werden.

Der Identitäre vermutet hinter dieser und der Kündigung der anderen Konten Druck von Seiten der Staatsanwaltschaft Graz. Diese führt seit Jahren mehrere Verfahren gegen Sellner und die Identitären, unter anderem wegen Steuerhinterziehung und des Verdachts auf Bildung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Das Grazer Oberlandesgericht stellte in mehreren Entscheidungen fest, dass es für die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft an Anhaltspunkten mangele.

Sellner zeigte sich in einem Video genervt von der erneuten Kontolöschung:

Ich kann euch sagen, es ist extrem mühsam. Es kostet sehr viel Energie und es ist nervlich auch sehr aufreibend, wenn jedes Bankkonto, das man aufmacht, jederzeit weg sein könnte, wenn jeder Brief, den man bekommt, irgendeine Kündigung sein könnte, und wenn man alle laufenden Zahlungen ständig neu einrichten muss.

Die Reaktionen auf die Kündigung von Sellners Bankkonto fielen wie üblich sehr gespalten aus – auch in den sozialen Netzwerken. Unter der von Sellners Ehefrau geposteten Liste der betreffenden Firmen merkten mehrere Kommentatoren an, dass diese Liste noch zu kurz sei. Andere bedankten sich bei den Unternehmen und erklärten, dass der Identitäre eigentlich ins Gefängnis gehöre.

Doch es gab auch andere Meinungen. Ein Nutzer betonte, dass der Überbringer der Wahrheit ein schnelles Pferd brauche. Ein weiterer kommentierte Sellners Post mit dem Kündigungsschreiben so:

Oh, seht nur, wie der Iran politische Dissidenten bestraft!

Nur Spaß, das ist Österreich.

Sellner kündigte an, für sich ein Grund- und Basiskonto zu beantragen, auf das es ein gesetzliches Anrecht gibt, und bot seinen Unterstützern an, auf Telegram darüber abzustimmen, zu welcher Bank er gehen solle, um sie zur Einrichtung eines solchen Kontos für ihn "zu nötigen".

Mehr zum Thema - Österreich: Chef der Identitären klebte einst Hakenkreuze an Synagoge

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen