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Erstmals seit zwei Jahren: Gefangenenaustausch in Ostukraine

Erstmals seit zwei Jahren: Gefangenenaustausch in Ostukraine
Gefangenenaustausch in Ostukraine
Am Sonntag hat in der Ostukraine ein größerer Gefangenenaustausch zwischen Kiew und den nicht anerkannten Donbass-Republiken stattgefunden. Es war die erste einer solchen Aktion seit zwei Jahren. Die Prozedur wurde auf der Kontaktlinie bei der Ortschaft Gorlowka abgewickelt.

Der Gefangenenaustausch fand einige Wochen nach dem jüngsten Treffen der Staats- und Regierungschefs der Ukraine, Frankreichs, Deutschlands und Russlands in Paris statt. Die nicht anerkannte Volksrepublik Lugansk übergab am 29. Dezember 25 Gefangene an Kiew und erhielt im Gegenzug 63 Gefangene. Die Verifizierung der Beteiligten nahm mehrere Stunden in Anspruch. Neun Personen weigerten sich, ausgetauscht zu werden, und blieben auf dem von der Ukraine kontrollierten Territorium. Unter den von den Kiewer Behörden ausgetauschten Personen waren auch russische Staatsbürger. An die nicht anerkannte Volksrepublik Lugansk wurde darüber hinaus der brasilianische Staatsbürger Rafael Lusvarghi übergeben. Das Büro des ukrainischen Präsidenten bestätigte daraufhin, dass die ersten 25 Bürger bald zu Hause ankommen würden.

Am Nachmittag tauschten dann Kiew und Donezk ihre Gefangenen aus. Zwei Frauen wollten nicht an die ukrainischen Behörden übergeben werden und blieben auf dem Territorium der nicht anerkannten Republik. Kiew übergab an Donezk 61 Menschen und bekam 51 Personen zurück. Den Gefangenenaustausch überwachten OSZE- und Rotkreuz-Vertreter.

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Anschließend berichtete das Büro des ukrainischen Präsidenten von 76 zurückgekehrten Ukrainern. Somit fand der Gefangenenaustausch nach der Formel "76 gegen 124" statt. 

Der Gefangenenaustausch nach der Formel "alle gegen alle" ist im "Komplex der Maßnahmen zur Umsetzung der Minsker Abkommen" verankert, den die Ukraine, Frankreich, Deutschland und Russland im Februar 2015 vereinbart haben. Unter dem Dokument stehen die Unterschriften von Vertretern der Ukraine, der nicht anerkannten Republiken Donezk und Lugansk, der OSZE und Russlands. Zuletzt hat ein größerer Gefangenenaustauch in der Ostukraine am 27. Dezember 2017 stattgefunden. Damals überstellte Kiew 233 Personen an Lugansk und Donezk, im Gegenzug wurden 73 Ukrainer freigelassen.

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