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Domdekan: Weiterhin extreme Einsturzgefahr für Notre-Dame de Paris

Domdekan: Weiterhin extreme Einsturzgefahr für Notre-Dame de Paris
Domdekan: Weiterhin extreme Einsturzgefahr für Notre-Dame de Paris
Die Zukunft der legendären Pariser Kathedrale Notre-Dame liegt auch acht Monate nach der verheerenden Brandkatastrophe noch immer im Dunkeln. Laut neusten Erkenntnissen liegen die Chancen für eine Rettung des historischen Kirchengebäude nur noch bei 50 Prozent.

Das Gewölbe des architektonischen Meisterwerks sei durch das noch nicht abgeräumte Arbeitsgerüst einer drohenden Einsturzgefahr ausgesetzt, teilte der Domdekan der Kathedrale Patrick Chauvet gegenüber Associated Press mit.

Heute können wir sagen, dass vielleicht eine Chance von 50 Prozent besteht, dass sie gerettet werden kann. Es besteht ebenso eine Chance von 50 Prozent, dass das Gerüst auf die drei Gewölbe stürzt. Also, wie Sie sehen können, ist das Gebäude nach wie vor sehr anfällig.

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Im Gegensatz zum Dach und dem Vierungsturm der mittelalterlichen Kathedrale, die bei dem Großbrand am 15. April komplett abbrannten, blieb deren Gewölbe relativ intakt erhalten, was den Innenraum vor schwereren Schäden schützte. Jedoch ist die Stabilität der Konstruktion direkt auf das Baugerüst angewiesen, das im Laufe der Sanierungsarbeiten vor der Tragödie aufgestellt wurde und nun jederzeit einzustürzen droht.

Dies sei der wichtigste Grund, warum das Gerüst abgetragen werden müsse, bevor man mit der Restaurierung des Gotteshauses beginnen kann, so Chauvet. Dies wäre ihm zufolge voraussichtlich erst im Jahr 2021 möglich.  

Die Arbeiten zur Sicherung des einsturzgefährdeten Wahrzeichens sollen mindestens drei weitere Jahre in Anspruch nehmen, um es wieder sicher für Besucher zu machen. Chauvet präzisierte allerdings, dass eine komplette Wiederherstellung von Notre-Dame de Paris wesentlich länger dauern würde. Außerdem müsse das Bauwerk von dem giftigen Bleistaub gereinigt werden, dass bei dem Brand in großen Mengen freigesetzt wurde und das Gebäude kontaminierte.

Das über 850 Jahre alte gotische Bauwerk soll nach dem Willen von Staatschef Emmanuel Macron bis ins Jahr 2024 – dem Jahr der Olympischen Spiele in Paris – wiederaufgebaut sein. Experten sehen die Pläne des Präsidenten wegen der kurzen Frist eher skeptisch.

Dieses Jahr gab es in der Pariser Kathedrale zum ersten Mal seit über 200 Jahren an Weihnachten keine Messe. Gläubige konnten die Messen in der Kirche Saint-Germain l'Auxerrois beim Louvre-Museum oder in Saint-Sulpice in der Nähe des Luxemburg-Parks besuchen. Laut der Pariser Diözese hatte es seit dem Jahr 1803 immer eine Weihnachtsmesse in Notre-Dame gegeben – auch während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg.

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