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Musik mit Grenzen: Ukraine ändert Teilnahmeregeln für Eurovision Song Contest

Musik mit Grenzen: Ukraine ändert Teilnahmeregeln für Eurovision Song Contest
Letztes Jahr hätte die ukrainische Sängerin Maruv für die Ukraine singen sollen - so weit kam es aber nicht
Bei der Suche nach einem Vokalisten für den nächsten Song Contest werden in der Ukraine nicht alle in die engere Wahl kommen. Eine neue Regel sieht vor, dass nur Künstler, die seit 2014 nicht mehr in Russland aufgetreten sind, für die Ukraine singen dürfen.

Am Mittwoch hat in der Ukraine die nationale Auswahl für den Eurovision-Song-Contest begonnen, der nächstes Jahr in den Niederlanden stattfinden wird. Ab dem 16. Oktober können sich (fast) alle, die die Ukraine beim internationalen Musikwettbewerb vertreten wollen, bewerben.

Die Band Hatari aus Island beim ersten Halbfinale in Tel Aviv, 14. Mai 2019

Die Organisatoren wiesen jedoch darauf hin, dass der diesjährige Vorentscheid bestimmte Einschränkungen aufweist. Wie aus den Regeln hervorgeht, sind nur jene Künstler teilnahmeberechtigt, die seit 2014 keine Konzerte in Russland gaben, bis zum Song-Contest-Finale keine Auftritte in Russland planen und nicht die Halbinsel Krim "unter Verstoß der ukrainischen Gesetzgebung" besucht haben. 

Letztes Jahr hat die ukrainische Sängerin Maruv den Vorentscheid gewonnen  – danach allerdings stellte die ukrainische Rundfunkanstalt UA:PBC Forderungen, die Maruv nicht erfüllen wollte. So sollte die Sängerin, die auch in Russland tourt und dort viele Fans hat, dies künftig unterlassen.

Nach langem Hin und Her lehnte Maruv ihre Teilnahme schließlich ab. Auch die Zweit- und Drittplatzierten aus dem Vorentscheid wollten für die Ukraine nicht singen. Kurz vor dem Song Contest entschied der Sender, niemanden zum Austragungsort nach Israel zu schicken. 

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