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Relikt aus dem Kalten Krieg: Schweden wird unterirdische Marinebasis wieder nutzen

Relikt aus dem Kalten Krieg: Schweden wird unterirdische Marinebasis wieder nutzen
Symbolbild: Schwedisches Marineschiff Visby, Turku, Finnland, 26. Oktober 2018.
Mehr als 15 Jahre wurde der unterirdische Marinestützpunkt "Muskö" nicht genutzt. Wegen der "russischen Gefahr" und für mehr Sicherheit soll er nun erneut in Betrieb genommen werden. Nach Angaben Schwedens handelt es sich um die größte unterirdische Marinebasis der Welt.

Am Montag war es 50 Jahre her, dass der Marinestützpunkt in Muskö eingeweiht wurde. Nun hielt man anlässlich der erneuten Inbetriebnahme eine Zeremonie mit einer Parade und Musikkapelle der Marine ab. Die gleichnamige Insel Muskö liegt südlich von Stockholm 70 Kilometer entfernt. Sie wurde im Archipel der Schäreninseln untertunnelt. Der Stützpunkt war bis zur Fertigstellung seinerzeit stetig weiter ausgebaut worden.

Das schwedische Parlament hatte den Plänen, den Stützpunkt erneut zu nutzen, vor einem Jahr zugestimmt. Während des Kalten Krieges diente er als ein geheimer, unterirdischer Flottenstützpunkt. Dieser sollte auch gegen Angriffe mit Kernwaffen schützen. 1,5 Tonnen Fels wurden hierfür weggesprengt. Er verfügt über 20 Kilometer lange Versorgungstunnel, drei Trockendocks für Zerstörer und U-Boote, hinzu kommen Treibstoff- und Munitionslager. Auch Truppenunterkünfte und Werkstätten sind Teil der unterirdischen Anlage. 

Symbolbild: Notausgang des Bundesbank-Bunkers, Cochem, Deutschland, 18. März 2016.

Der leitende Analyst der schwedischen Agentur für Verteidigungsforschung, Niklas Granholm, sieht für diese Entscheidung als Grund die schwedische Einschätzung, dass Russland "mächtige Waffen" gegen das skandinavische Land einsetzen könnte. 

Der schwedische Verteidigungsminister Peter Hultqvist sagte: 

Es handelt sich hierbei wahrscheinlich um die größte unterirdische Basis der Welt. Wir haben hier eine sehr wichtige und einzigartige Ressource, die wir auf unterschiedliche Weise entwickeln können. 

Der Marinekommandant Jens Nykvis Nykvist betont die Sicherheitsvorteile, die die Anlage bietet. Ein Dezentralisierungsplan soll die Verwundbarkeit der schwedischen Marine verringern. Hierzu wurde entschieden, dass – während die Marine nach Muskö verlegt wird – die Armee in Enköping und die Luftwaffe in Uppsala stationiert werden. Die Anlage erweitere die taktischen Möglichkeiten. 

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