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Experten: Frankreichs Interessen zwingen Führung zur Verbesserung der Beziehungen mit Moskau

Experten: Frankreichs Interessen zwingen Führung zur Verbesserung der Beziehungen mit Moskau
Der russische Präsident Wladimir Putin und sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron bei einem Treffen am Rande des G20-Gipfels in Osaka, Japan, 28. Juni 2019.
Heute treffen sich Russlands Präsident Wladimir Putin und sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron in der Mittelmeerresidenz Fort de Brégançon. Das Gipfeltreffen findet auf Initiative Frankreichs statt. Experten betonen, dass Paris eine Verbesserung der Beziehungen zu Moskau benötigt.

Die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen Frankreichs zwingen die Führung des Landes, die Beziehungen zu Russland wiederherzustellen. Das erklärte Jean de Gliniasty, Forschungsleiter am Französischen Institut für Internationale und Strategische Angelegenheiten, am Montag gegenüber TASS. In Bezug auf den bevorstehenden französisch-russischen Gipfel in Fort de Brégançon sagte er:

Der russische Präsident Wladimir Putin mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron bei einem Treffen am Rande des G20-Gipfels in Osaka, Japan, 28. Juni 2019.

Die französisch-russischen Beziehungen befinden sich an einem Wendepunkt. Frankreich erlebt, wie einige andere europäische Länder auch, Momente der Unsicherheit in den Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, die früher als Stütze der Sicherheit und der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa galten. Diese Schlussfolgerung zwingt Paris, seinen Dialog mit Moskau wieder aufzunehmen.

Nach Ansicht des Experten braucht Europa "friedliche und für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen zu Russland". Er betonte:

Frankreich hat sich bereits für die vollständige Wiederherstellung der russischen Rechte im Europarat ausgesprochen, und viele Länder unterstützten diese Haltung. Das führte auch zur Intensivierung des Dialogs und zu einer Einigung über ein Treffen in Fort de Brégançon. Unsere Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen unterstützen diese Art von Dialog.

De Gliniasty bemerkte, dass dieser Ansatz in Frankreich eine breite öffentliche Unterstützung findet. Er erläuterte:

In der Europäischen Union gibt es jedoch keine Einigkeit über dieses spezielle Thema, und es ist mit einer gemischten Reaktion zu rechnen. Ich glaube, wir haben gerade unsere ersten Schritte auf diesem Weg gemacht.

Dialog zwischen den Nachbarn

Hubert Védrine, Präsident des François-Mitterrand-Instituts und ehemaliger französischer Außenminister, begrüßte ebenfalls die Bemühungen des französischen Präsidenten um den Wiederaufbau der Beziehungen zu Moskau. Er sagte dem Radiosender Europe 1:

Die Beziehungen zwischen den westlichen Ländern und Russland sind derzeit schlechter als in den letzten 20 Jahren der UdSSR. Präsident Emmanuel Macron hat völlig Recht mit seinem Bestreben, den Dialog wieder aufzunehmen. Wir werden immer die Nachbarn Russlands sein. Wir werden uns entweder durch eine Politik der Anschuldigungen und Sanktionen festlegen oder versuchen, den Dialog über gutnachbarliche Beziehungen wieder aufzunehmen.

Seiner Ansicht nach wird das Treffen in Fort de Brégançon Macron es  ermöglichen, seine Position in der G7 zu festigen. Der Gipfel des geopolitischen Clubs, der sich aus Frankreich, Deutschland, Italien, Großbritannien, Japan, Kanada und den USA zusammensetzt, findet Ende dieser Woche im französischen Biarritz statt. Der Ex-Außenminister fügte hinzu:

Macron wird Putin vor dem Gipfel sehen, und er wird etwas haben, was er den anderen Staatsoberhäuptern und Regierungschefs in dieser Hinsicht sagen kann.

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