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Italienische Küstenwache rettet 57 Migranten aus Boot vor Lampedusa

Italienische Küstenwache rettet 57 Migranten aus Boot vor Lampedusa
Italienische Küstenwache rettet 57 Migranten aus Boot vor Lampedusa (Symbolbild)
Die italienische Küstenwache hat 57 Migranten auf einem Boot nahe Lampedusa entdeckt und auf die Insel gebracht. Das spanische Rettungsschiff "Open Arms" mit Dutzenden Migranten an Bord darf jedoch weiterhin nicht anlegen. Der Kapitän spricht von einer explosiven Lage.

Die italienische Küstenwache hat vor der Küste von Lampione, einer unbewohnten Nachbarinsel von Lampedusa, 57 Migranten gerettet. Wie die Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag berichtete, handelte es sich bei den Geretteten wahrscheinlich um Tunesier. Unter den Migranten waren eine schwangere Frau und ein Junge, der offenbar einen Nervenzusammenbruch erlitten hatte. Ein Arzt untersuchte ihn, bevor er mit den anderen am Samstagabend in ein Aufnahmezentrum gebracht wurde.

Zuvor hatte der italienische Innenminister Matteo Salvini gegen seinen Willen 27 Minderjährige von Bord des spanischen Rettungsschiffes "Open Arms" an Land gehen lassen. Der Chef der rechten Lega lenkte nach eigenen Angaben nur deswegen ein, weil Ministerpräsident Giuseppe Conte ihn zu dem Schritt aufgefordert hatte. Am Samstagnachmittag wurden die Jugendlichen von der Küstenwache abgeholt.

Somit verblieben auf der seit Donnerstag in unmittelbarer Nähe vor Lampedusa ausharrenden "Open Arms" immer noch 107 Migranten, unter ihnen zwei Minderjährige, die mit Familienmitgliedern unterwegs sind. In seiner zweieinhalbwöchigen Irrfahrt hatte das spanische Rettungsschiff zeitweise fast 160 Migranten an Bord. Jedoch waren einige gesundheitlich so angeschlagen, dass sie in den vergangenen Tagen nach Malta und Italien gebracht wurden.

Jede Sekunde, die vergeht, rückt die Explosion dieser Bombe näher. Entweder jemand schneidet jetzt das rote Kabel durch und deaktiviert sie, oder die 'Open Arms' wird explodieren", warnte Kapitän Marc Reig mit Blick auf eine drohende Eskalation der Lage.

Einige Migranten sollen gedroht haben, Selbstmord zu begehen oder ins Wasser zu springen. Der Hilfsorganisation "Proactiva Open Arms" zufolge kommt der erzwungene Aufenthalt der Menschen an Bord einer Geiselnahme gleich.

Sechs EU-Länder, darunter Deutschland und Spanien, hatten sich zuletzt bereit erklärt, Migranten zu übernehmen. Matteo Salvini twitterte jedoch, er werde nicht nachgeben.

In den vergangenen 16 Tagen hättet ihr in aller Ruhe nach Spanien fahren können", schrieb er mit Blick auf die spanische Herkunft der NGO Proactiva Open Arms.

Am Sonntag zeigte sich der amtierende Ministerpräsident Spaniens, Pedro Sánchez, bereit, das Rettungsschiff im Hafen von Algeciras zu empfangen.   

Ich habe veranlasst, dass der Hafen von Algeciras für den Empfang der #OpenArms aktiviert werden soll. Spanien handelt immer in humanitären Notfällen", twitterte der Politiker.

Südlich von Sizilien wartete auch das Rettungsschiff "Ocean Viking" mit 356 Migranten auf die Erlaubnis, in einen sicheren Hafen fahren zu können. Die Organisationen "SOS Méditerranée" und "Ärzte ohne Grenzen" hatten die Menschen in mehreren Einsätzen in Sicherheit gebracht.

Neben Italien hatte auch Malta der "Open Arms" die Einfahrt in einen Hafen verwehrt. Die Mittelmeer-Anrainer verlangen, dass andere EU-Staaten vorab eine Aufnahme der Migranten zusichern. (dpa)

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