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Nach "Chernobyl"-Serie: Touristenstrom in Geisterstadt um 40 Prozent gestiegen

Nach "Chernobyl"-Serie: Touristenstrom in Geisterstadt um 40 Prozent gestiegen
Ein Tourist fotografiert Gasmasken in Tschernobyl, 4. Juni 2019
Tschernobyl war schon lange ein Magnet für alle Fans des "Dark Tourism". Nach der Ausstrahlung der Fernsehserie "Chernobyl", die plötzlich megapopulär wurde, vermelden ukrainische Reiseveranstalter einen noch stärkeren Touristenanstieg in die Sperrzone der Katastrophe.

Die Geisterstadt Prypjat kann nach dem Super-GAU seit dem Jahr 2011 wieder besucht werden und zieht Tausende Touristen magisch an. Nach dem HBO-Katastrophendrama "Chernobyl", das in den Charts sogar vor "Game of Thrones" landete, vermelden ukrainische Reiseveranstalter einen noch stärkeren Anstieg der Touristenzahlen. Diesen Sommer werden rund 40 Prozent mehr Touren durch die Geisterstadt gebucht, die Zahl soll nach Expertenmeinung auch weiterhin wachsen.

Derzeit bieten viele Reisebüros in der Ukraine ein- und mehrtägige Ausflüge in das einst unbewohnbare Gebiet an. Alexander Panasenko, Angestellter eines ukrainischen Reisebüros, erzählte der russischen Zeitung Moskowski Komsomolez, wie die Reisen in die Sperrzone verlaufen:

Die Nachfrage nach Touren nach Tschernobyl und Prypjat ist unmittelbar nach dem Beginn der Serie sehr gestiegen. Außerdem sagen unsere Reiseführer, dass Touristen, die die Geisterstadt jetzt besuchen, nun auch Fragen über die Serie stellen. Der Großteil der Touren wird von Ukrainern, Touristen aus Europa und den USA gebucht. Eine eintägige Exkursion kostet etwa 45 Euro. Eine dreitägige Reise mit einem englischsprachigen Reiseleiter kostet ca. 290 Euro pro Person. Der Preis beinhaltet die Verpflegung sowie die Unterbringung in einem Hotel. Die eintägige Tour beinhaltet den Besuch der wichtigsten Sehenswürdigkeiten: die verlassene Stadt Tschernobyl, die Aussichtsplattform in der Nähe des Kernkraftwerks Tschernobyl und die Stadt Prypjat.

Längere Führungen beinhalten die Erkundung verlassener, nahegelegener Dörfer und Gespräche mit Menschen, die in dem Gebiet leben. In Tschernobyl gibt es sogar ein Hotel, in dem alle Besucher, die dort länger als ein paar Stunden bleiben wollen, übernachten können. Außerdem werden auch Nachttouren und individuelle Touren angeboten. Die Reiseveranstalter betonen, dass die Touren in die Sperrzone ungefährlich seien, da die Wanderwege von den strahlengefährdeten Orten weit genug entfernt sind.

Eine Explosion in Reaktor 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl  kostete am 26. April 1986 rund 50 Menschen unmittelbar das Leben. In den Jahren darauf stieg die Opferzahl aber noch einmal dramatisch an. Für sein Katastrophendrama "Chernobyl" – eine Kooperation der Bezahlsender Sky und HBO – spielte Serienschöpfer Craig Mazin den Vorfall akribisch nach. 

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