icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Schwedische Staatsanwaltschaft beantragt Haftbefehl gegen Julian Assange

Schwedische Staatsanwaltschaft beantragt Haftbefehl gegen Julian Assange
Die stellvertretende schwedische Staatsanwältin Eva-Marie Persson spricht zu Journalisten zum Fall Julian Assange, Stockholm, Schweden, 13. Mai 2019.
Vor einer Woche nahm die schwedische Justiz die Untersuchungen zu Julian Assange wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung erneut auf. Am heutigen Montag wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen. Ein europäischer Haftbefehl könnte folgen. 2010 soll er eine Schwedin vergewaltigt haben.

Die anderen Vorwürfe sexueller Vergehen durch den WikiLeaks-Gründer Julian Assange in Schweden sind verjährt. Es bleibt der Vorwurf der Vergewaltigung, die sich 2010 ereignet haben soll. Am Montag entschied die schwedische Staatsanwaltschaft, Haftbefehl gegen Assange zu erlassen. Die stellvertretende Staatsanwältin Eva-Marie Persson in einer Presseerklärung: 

Ich beantrage beim Bezirksgericht, Assange in seinem Fall wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und wegen weniger schweren Straftaten zu verhaften. Wenn das Bezirksgericht beschließt, ihn festzunehmen, werde ich einen europäischen Haftbefehl ausstellen, in dem er aufgefordert wird, an Schweden ausgeliefert zu werden. 

Nicht nur die UN protestiert: Die deutschen Bundestagsabgeordneten der Linksfraktion Heike Hansel (m.), Sevim Dagdelen (r.) sowie die spanische Parlamentsabgeordnete Ana Miranda Paz (l.) fordern vor dem Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh die Freilassung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange.

Die Ermittlungen gegen Assange waren im Jahr 2017 aufgrund seines politischen Asyls in der ecuadorianischen Botschaft in London eingestellt worden. Ein Verhör war nicht möglich. Die ecuadorianische Regierung beendete das Asyl von Assange vor einem Monat und ließ ihn verhaften. Die Anwältin Elisabeth Massi Fritz, die das vermeintliche Opfer Assange vertritt, schrieb in einer SMS an den schwedischen Expressen

Wir von der Seite der Kläger freuen uns sehr, dass der Staatsanwalt den Fall umgehend bearbeitet und Assanges Festnahme fordert. Die Aufforderung steht im Einklang mit einer von mehreren wichtigen Maßnahmen, die der Staatsanwalt ergreifen muss. 

Entscheidet sich das Gericht in Uppsala für eine Verhaftung Assanges, kann die schwedische Staatsanwaltschaft einen europäischen Haftbefehl erlassen. Dann wäre es an der britischen Regierung zu entscheiden, ob Assange an die USA oder an Schweden ausgeliefert wird. Die USA haben bereits einen Auslieferungsantrag gestellt. Wie das Ergebnis ausfallen wird, kann Persson nicht voraussagen. Derzeit befindet sich Assange in einem britischen Gefängnis wegen des Verstoßes gegen Kautionsauflagen.

Mehr zum Thema - "Eher hungere ich mich zu Tode" - Chelsea Manning wieder hinter Gittern 

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen