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Washington Post zum Überfall auf nordkoreanische Botschaft: "Die CIA macht sowas nicht"

Washington Post zum Überfall auf nordkoreanische Botschaft: "Die CIA macht sowas nicht"
Der Eingang der nordkoreanischen Botschaft in Madrid am 28. Februar 2019
Ist die CIA verantwortlich für den Überfall auf Nordkoreas Botschaft in Madrid? Diese Meinung vertreten spanische Offizielle. Die Washington Post dementiert und erklärt unter Berufung auf Geheimdienstkreise, dass die CIA so etwas nicht machen würde.

Die Washington Post hat in einem Artikel am vergangenen Freitag erklärt, dass die CIA an dem Überfall auf die nordkoreanische Botschaft in Madrid im Februar nicht beteiligt gewesen sei. Die Zeitung, der sehr gute Verbindungen zu den US-amerikanischen Geheimdiensten nachgesagt werden, nannte eine obskure südkoreanische Organisation namens Cheollima Civil Defense (CCD) als verantwortlich.

Bei dem Überfall am 22. Februar hatten zehn Personen die nordkoreanische Botschaft in Madrid überfallen, die Botschaftsangehörigen gefesselt und unter Schlägen verhört. Die Zeitung El País zitierte spanische Sicherheitsbehörden mit der Aussage, dass zwei der identifizierten Angreifer Verbindungen zur CIA hätten und dieser Dienst den Überfall wahrscheinlich in Kooperation mit einem südkoreanischen Dienst durchgeführt habe.

Polizei vor der nordkoreanischen Botschaft in Madrid am 28. Februar 2019

Der Angriff erfolgte wenige Tage vor dem Hanoi-Gipfel zwischen den Staatsoberhäuptern Nordkoreas und der USA, Kim Jong-un und Donald Trump. Es wird vermutet, dass die Angreifer vor allem Informationen über den früheren Botschafter Nordkoreas in Madrid und heutigen Chefunterhändler Kim Hyok Chol erbeuten wollten.

In der Washington Post, so lässt sich der Artikel deuten, dementiert die CIA nun ihre Täterschaft. Zu Wort kommt eine "ehemalige Analystin" des Dienstes, Sue Mi Terry. Diese beteuert, dass die CIA derartige Aktionen nicht durchführe:

Tage vor dem Nukleargipfel eine nordkoreanische Botschaft zu infiltrieren - das würde alles aufs Spiel setzen … So etwas würde die CIA nicht machen.

Diese Meinung vertreten auch andere Quellen der Autorin:

Nach Aussage von Personen, die mit dem Vorfall vertraut sind, habe die Gruppe nicht in Abstimmung mit irgendwelchen Regierungen gehandelt. US-Geheimdienste seien angesichts des sensiblen Zeitpunkts und der dreisten Art der Mission besonders zurückhaltend gewesen.

Der Blog Moon of Alabama weist zurecht darauf hin, dass derartige Beteuerungen kaum glaubwürdig sind. Eine gezielte Sabotage der Gespräche stünde durchaus im Einklang mit der Kritik des US-Sicherheitsberaters John Bolton am Konzept einer schrittweisen Annäherung, wie es der US-Sonderbeauftragte Stephen Biegun verfolgt. Abgesehen davon dürfte die CIA an den bei dem Überfall erbeuteten Informationen sehr interessiert sein.

Der Blog macht auf eine interessante Auffälligkeit aufmerksam. Das Logo von Cheollima Civil Defense, die auch unter dem Namen Free Joseon firmiert, weist erstaunliche Ähnlichkeiten mit dem der syrischen Weißhelme auf, die sich selbst Syrian Civil Defense nennen. Auch ihre Internetadressen ähneln sich. Moon of Alabama stellt die Frage nach einem "Corporate Design" der verschiedenen Organisationen, die auf einen Regimewechsel abzielen und von Geheimdiensten gesteuert sind.

Washington Post zum Überfall auf nordkoreanische Botschaft: "Die CIA macht sowas nicht"

Die CCL ruft die Nordkoreaner zum Widerstand gegen die Regierung auf und proklamierte am 28. Februar eine "provisorische Regierung" als Gegenregierung zu Pjöngjang. Damit könnte die Organisation, die offenbar einem südkoreanischen Dienst verbunden ist, als Instrument für einen möglicherweise anstehenden Regierungswechsel in Frage kommen.

Mehr zum Thema - Empire Files: Abby Martin interviewt US-Regierungsberater Wilkerson - "Das Schiff ist am Sinken"

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