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Spanische Sicherheitsbehörden: CIA hat nordkoreanische Botschaft in Madrid überfallen

Spanische Sicherheitsbehörden: CIA hat nordkoreanische Botschaft in Madrid überfallen
Polizei vor der nordkoreanischen Botschaft in Madrid am 28. Februar 2019
Im Februar wurde die nordkoreanische Botschaft in Madrid überfallen. Die Botschaftsangehörigen wurden gefesselt, geschlagen und verhört. Nun berichtet die Zeitung "El Pais", dass spanische Sicherheitsbehörden von einer Täterschaft der CIA ausgehen.

Beamte der spanischen Polizei und des spanischen Geheimdienstes Centro Nacional de Inteligencia (CNI) gehen davon aus, dass der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst Central Intelligence Agency (CIA) an einem Überfall auf die nordkoreanische Botschaft in Madrid am 22. Februar dieses Jahres beteiligt war. Das berichtet die spanische Zeitung El País.

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Die Botschaft Nordkoreas in der spanischen Hauptstadt wurde am Nachmittag des fraglichen Tages von mindestens zehn Personen überfallen. Die acht in der Botschaft befindlichen Personen wurden gefesselt und unter Schlägen verhört. Der Überfall wird als außerordentlich gewalttätig beschrieben. Eine Botschaftsangehörige konnte entkommen und die Polizei benachrichtigen.

Bei Eintreffen der Polizei gelang den Angreifern in Fahrzeugen der Botschaft die Flucht. Die Botschaftsangehörigen wurden von der Polizei befreit, einige mussten ärztlich behandelt werden. Insgesamt sollen sie zwei Stunden in den Händen der Angreifer gewesen sein.

US-Soldaten beim Steuern einer US-Kampfdrohen MQ-9 Reaper.

Polizei und CNI gehen davon aus, dass es sich bei dem Überfall um kein normales Verbrechen gehandelt hat. Die Operation sei militärisch geplant gewesen, die Angreifer hätten genau gewusst, was sie suchten. Keine Wertgegenstände oder Schmuck, sondern Mobiltelefone und Datenspeicher.

Anhand von Bildern der Überwachungskameras und von Aussagen der Opfer seien einige der Angreifer identifiziert worden. Mindestens zwei von ihnen haben demnach Verbindungen zu US-amerikanischen Geheimdiensten. Die Indizien würden darauf hindeuten, dass der Überfall von der CIA zusammen mit dem südkoreanischen Geheimdienst verübt wurde. Die CIA sei von den spanischen Behörden bezüglich einer möglichen Verwicklung angefragt worden. Eine solche habe diese aber "wenig überzeugend" zurückgewiesen.

Nach Einschätzung von El País könnte der Fall zu diplomatischen Spannungen zwischen Madrid und Washington führen. Die Zeitung zitiert spanische Regierungskreise mit der Aussage, dass es sich, sollte sich die Täterschaft der CIA bestätigen, um ein inakzeptables Vorgehen handele.

Nicht nur hätten die Dienste dann ohne Genehmigung auf spanischem Territorium operiert, sie hätten auch internationale Abkommen verletzt, die diplomatische Vertretungen besonders schützen. Allerdings werten es die Quellen der Zeitung als "wenig wahrscheinlich", dass sich die Schuld der CIA juristisch feststellen lasse.

Als Grund für den Überfall wird vermutet, dass die Angreifer an Informationen über Kim Hyok Chol gelangen wollten, dem früheren nordkoreanischen Botschafter in Spanien, der im September 2017 von Madrid zur unerwünschten Person erklärt wurde. 

Kim Hyok Chol gilt als enger Vertrauter des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong-un und führte im Februar mit dem US-Sondergesandten Stephen Biegun Verhandlungen über eine mögliche Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel.

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