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Kann ja mal passieren: Vergessene Atomreaktoren in Norwegen wiederentdeckt

Kann ja mal passieren: Vergessene Atomreaktoren in Norwegen wiederentdeckt
Atomkraftanlage in Halden, Norwegen, 25. Oktober 2016.
In Norwegen wurden insgesamt vier Atomkraftwerke gebaut. Nun wurden zwei der Anlagen, die bei der Regierung seit den 1960er Jahren in Vergessenheit geraten waren, wiederentdeckt. Der Abriss und die Aufräumarbeiten werden 20 Jahre dauern und wesentlich höhrere Kosten verursachen.

Norwegen begann nach dem Zweiten Weltkrieg mit Forschungsprojekten zur Kernenergie. Vier Atomkraftwerke wurden gebaut. Der Halden-Reaktor wurde im vergangenen Jahr stillgelegt, während der Reaktor bei Kjeller noch eine Betriebserlaubnis hat. Scheinbar wurden bei den Planungen jedoch zwei Reaktoren übersehen. Diese werden derzeit zurückgebaut.

Der Forschungsreaktor Halden in Norwegen hätte im Oktober 2016 beinahe eine Katastrophe verursacht. Gesamtansicht des Forschungsreaktors; Oktober 2016.

Die Rückbauarbeiten sind noch im Gange und sehr kostspielig. Die Zeitung Aftonposten schrieb im Januar, das IFE (Institut für Energietechnik) habe angesichts der aufgetauchten Reaktoren die Abrisskosten neu kalkuliert. Die Kosten für einen Abriss des Halden-Reaktors liegen demnach dreimal höher als ursprünglich vorgesehen. Durch den Abriss wird es zudem sechsmal mehr Abfälle geben, als im Jahr 2016 angenommen. 

Die beiden Reaktoren "Nora" und "Jeep 1" in der Kjeller-Anlage wurden in den 1960er Jahren vom Netz genommen aber nicht ganz zurückgebaut. Im Zuge der heute geltenden Regeln müssten sie komplett abgebaut werden - zurückgelassen wurde jedoch der ganze Reaktorblock.

NRK Norwegen stellte dem Direktor des IFE Nils Morten Huseby die Frage, wie es denn möglich sei, dass man die Reaktoren einfach übersieht: 

Das ist eine Frage, die ich mir ebenfalls stelle. Die sind nicht leicht zu übersehen. Sie sind sehr groß. 

Vorherige Nachforschungen, so Huseby, seinen nicht direkt vom IFE durchgeführt worden, sondern von externen Beratern. In den vergangenen Wochen habe es zahlreiche Treffen zwischen Politikern und der Leitung des IFE gegeben. Dabei sei es es auch um die gestiegenen Kosten gegangen. Der Abriss und die Aufräumarbeiten werden schätzungsweise 20 Jahre dauern. 

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