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Brexit-Vorbereitungen bei easyJet: Luftfahrtgesellschaft will britische Anteilseigner loswerden

Brexit-Vorbereitungen bei easyJet: Luftfahrtgesellschaft will britische Anteilseigner loswerden
EasyJet Tegel, Berlin, Deutschland, 5. Januar 2018.
Britische Anteilseigner am Unternehmen easyJet und solche, die aus Nicht-EU-Staaten stammen, sollen ihre Firmenanteile abgeben. Damit will sich easyJet auf einen harten Brexit vorbereiten. Auch der Konkurrent Ryanair unternimmt ähnliche Schritte.

Für viele Luftfahrtgesellschaften stehen im Falle eines harten Brexits die EU-Fluglizenzen auf dem Spiel. Die Verpflechtungen von EU-Unternehmen mit Großbritannien und Irland sowie die Zahl und Anteile der britischen Miteigentümer stellen die Unternehmen vor eine Herausforderung. In Spanien könnte der Flugverkehr im Inland zusammenbrechen.

Ende des letzten Jahres waren 49 Prozent der Anteilseigner von easyJet aus dem europäischen Wirtschaftsraum, Großbritannien nicht eingerechnet. Angestrebt ist ein Anteil von über 50 Prozent. Dazu will easyJet gegebenenfalls hart durchgreifen und Aktionären aus Großbritannien und anderen Nicht-EU Ländern das Stimmrecht bei den Hauptversammlungen entziehen. Oder sie werden gezwungen, ihre Anteile an EU-Mitglieder zu veräußern.

Gegner des Brexit haben am 22. Januar 2019 in der Nähe des Parlaments in London Flaggen der Europäischen Union und Großbritanniens angebracht.

Der 29. März ist der Stichtag. Bis dahin will easyJet die britischen und Nicht-EU-Anteilseigner losgeworden sein. Der Unternehmenschef Johan Lundgren

Die EU und Großbritannien haben versprochen zu gewährleisten, dass Flüge zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU auch im Falle eines Brexits ohne Abkommen weiterhin stattfinden. 

Beim Konkurrenten Ryanair lagen die Anteile der EU-Aktionäre im vergangenen Oktober bei 46 Prozent. Das Unternehmen machte bereits öffentlich, notfalls Stimmrechte zu beschränken, sollte ein harter Brexit erfolgen. 

Ebenfalls betroffen sind Condor und TUIfly. Condor muss sich durch die Zugehörigkeit zum britischen Unternehmen Thomas Cook Group dem Problem stellen. Und TUIfly hat mehrheitlich britische Aktionäre, etwa ein Viertel gehört dem Russen Alexej Mordaschow. Der TUIfly-Chef Frit Joussen erklärte: 

Wenn man nicht weiß, was passieren wird, bereitet man sich auf alles vor. 

Ebenfalls betroffen sind die International Airlines Group (IAG), British Airways, die spanischen Gesellschaften Iberia und Vueling sowie die irische Aer Lingus. 

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