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Attentäter von Nizza soll als Flüchtling nach Lampedusa gekommen sein

Attentäter von Nizza soll als Flüchtling nach Lampedusa gekommen sein
Symbolbild: Alte Holzboote und Rettungswesten von Flüchtlingen
Der mutmaßliche Attentäter von Nizza soll im September als Flüchtling nach Lampedusa gelangt sein. Italienische Behörden sehen es als "wahrscheinlich" an, dass er mit einem kleinen Boot Italien erreichte. Der aus Tunesien stammende Mann tötete drei Menschen.

Ende September, so berichtet etwa der Guardian, erreichte Brahim A. als Flüchtling die italienische Insel Lampedusa. Nach einer 14-tägigen Corona-Quarantäne wurde er aufgefordert Italien zu verlassen. Anfang Oktober kam er in Frankreich an, so berichtet die Nachrichtenagentur AFP 

Als der mutmaßliche Attentäter nach seinem Attentat am Donnerstag in Nizza von der Polizei schwer verletzt wurde, trug er keine offiziellen Dokumente außer einem des roten Kreuzes bei sich. Der Angriff ereignete sich in der Basilika Notre-Dame de Nice in Nizza. Der mutmaßliche Attentäter habe im Verlauf des Angriffes "Allahu akbar" gerufen, hieß es. Einer 60-jährigen Frau sei die Kehle durchgeschnitten worden. Auch der 55-jährige Küster wurde schwer am Hals verletzt und getötet. Ein drittes Opfer sei ebenfalls schwer verletzt worden, habe aber zunächst flüchten können. Außerhalb der Kirche sei die 44-Jährige dann ihren Verletzungen erlegen.

Terrorattacke von Nizza: Ermittler suchen mögliche Komplizen des Angreifers.

Italienische Behörden sehen es als wahrscheinlich an, dass der Attentäter mit einem kleinen Boot Lampedusa erreicht habe. Es ist üblich, tunesischen Flüchtlingen, die in Italien ankommen, eine Aufenthaltsbeendigung auszuhändigen, der sie auffordert, Italien binnen sieben Tagen zu verlassen. 

Aus einem Bericht von Europol Anfang des Jahres war hervorgegangen, dass es keine Beweise dafür gibt, dass die Migrantenrouten über das Meer systematisch für Terrororganisationen genutzt wird. Dem widerspricht ein UN-Kommittee mit Verweis auf die Verhaftung von neun Syrern, einem Ägypter und einem Turkmenen auf Zypern im Mai dieses Jahres. All diese hätten Kontakte zum IS gehabt oder zu Gruppierungen, die mit al-Qaida in Verbindung stehen. 

Am Tatort in Nizza wurden ein Koran und Mobiltelefone gefunden. Außerdem habe man in der Nähe des Angreifers die Mordwaffe entdeckt, ein rund 17 Zentimeter langes Messer. 

Am Samstag stieg die Zahl der Festgenommenen in Verbindung mit dem Attentat auf drei. Am Donnerstag wurde ein 47 Jahre alter Mann festgenommen, weil er im Verdacht steht, in Kontakt mit dem Angreifer gestanden zu haben. Am Freitag folgte die Festnahme eines 35 Jahre alten Mannes. Ihm wird vorgeworfen, sich einen Tag vor der Tat mit A. getroffen zu haben. Einzelheiten zur dritten Festnahme sind noch nicht bekannt. 

Der ehemalige rechtskonservative Innenminister Italiens Matteo Salvini forderte, falls sich bestätigen ließe, dass A. per Schiff nach Lampedusa kam, sollte die derzeitige Innenministerin Luciana Lamorgese zurücktreten. 

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